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Die roten Linien von Moosburg: Künftig dürfen Lkw-Fahrer (Zulieferer ausgenommen) die Stadt weder über B 11 noch über die Westtangente ansteuern. Münchner Straße und Westerbergstraße (dicke rote Linien) sind genauso tabu wie die Georg-Schweiger-Straße (vertikale gestrichelte Linie). Lediglich vom Mauerner Kreisel aus geht es für Brummis in die Stadt (grüne Linie) – Endstadtion: Baywa-Unterührung. Die roten Kästchen zeigen an, wo im September die Verbotsschilder aufgestellt werden sollen.

Bald ist es so weit

Lkw-Verbot für Moosburg soll ab September greifen

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Seit zweieinhalb Monaten steht fest, dass der Schwerlastverkehr aus Moosburg verbannt werden darf. Jetzt hat die Stadt mit Experten einen detaillierten Plan für das Durchfahrtsverbot erarbeitet, der keine Schleichwege zulässt. Auch der Zeitplan steht.

Für Bürgermeisterin Anita Meinelt ist das Lkw-Verbot in Moosburg ein Quantensprung auf dem Weg zu einem attraktiven Stadtkern. „Wir können die Innenstadt nur schöner machen, wenn wir die Verkehrsbelastung deutlich verringern, vor allem den Schwerlastverkehr“, betonte die Moosburger Rathauschefin im Gespräch mit dem FT. Jetzt ist sie fast am Ziel – nach mehr als dreijährigem Kampf mit diversen Rückschlägen.

Bereits im Februar hatte das bayerische Verkehrsministerium Grünes Licht für das Lkw-Verbot gegeben, das für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt. Nur der Lieferverkehr und die Linienbusse sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Am Freitag legte Meinelt nun auch das Beschilderungskonzept vor, das die Stadtverwaltung zusammen mit dem Landratsamt und der Polizeiinspektion Moosburg entwickelt hat. Das Ergebnis ist „gut durchdacht“, wie die Bürgermeisterin findet: „Wichtig war, dass keine Schleichwege durch Moosburg entstehen, die wieder zu einer Belastung und Verkehrsgefährdung für Anwohner führen.“

Aus diesem Grund wird den Lastern nicht nur die Durchfahrt durch den Stadtkern untersagt. Um das Zentrum herum haben die Planer einen Schutzring vorgesehen, der für Lkw ebenfalls tabu ist. Demnach dürfen sie künftig weder über den Kreisel der Staatsstraße 2350 (ehemalige B 11) in die Stadt fahren noch via Westtangente über den Kreisel auf der Westerbergstraße oder über die Georg-Schweiger-Straße. Lediglich am Mauerner Kreisverkehr können Brummifahrer künftig die Stadt anfahren, um zum Stammwerk des Gabelstapler-Produzenten Jungheinrich zu gelangen. Allerdings ist auch auf dieser Route spätestens an der BayWa-Unterführung Schluss. „Für den Schwerlastverkehr ist die Westtangente da“, betonte Meinelt.

Das Lkw-Verbot soll im September in Kraft treten. Bis dahin sollen die dafür notwendigen Verkehrsschilder zur Verfügung stehen. „Sie sind bestellt, und ich habe die hundertprozentige Zusage, dass sie bis dahin da sind“, sagte Meinelt. Für die Zeit danach kündigt die Bürgermeisterin bereits Polizeikontrollen an, um dem Verbot Nachdruck zu verleihen.

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