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Am Keller-Areal soll neu gebaut werden. Doch auch zukünftig will die Metzgerei dort einen Laden betreiben.

Kunden verunsichert

Metzgermeister spricht Klartext: „Keller“-Geschäft bleibt trotz Wohnbau

Moosburg - Pläne über einen Wohnbau auf dem Areal der Metzgerei Keller haben für Verwirrung bei Kunden gesorgt. Der Eigentümer stellt nun einiges richtig.

Ja, es wird einen neuen Metzgerladen in ähnlicher Größe an der Thalbacher Straße geben. Wann mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude auf dem Keller-Areal begonnen wird, steht laut Inhaber Augustin Keller aber noch gar nicht fest. „Bis dato handelt es sich doch nur um einen Vorbescheid. Frühestens Ende nächsten Jahres, da sind noch viele Hürden zu nehmen“, sagt Keller im Gespräch mit dem FT. Er nimmt damit Bezug auf einige Missverständnisse, die sich nach der Behandlung seines Vorbescheidsantrags am Montag im Moosburger Bauausschuss ergeben hatten. Ihm, Keller, gehe es darum, die Lage nicht zu dramatisieren. „Da wird jetzt nicht gleich morgen abgebrochen.“ Dass die Kunden nicht mehr einkaufen könnten, das sei nicht der Fall.

Augustin Keller dementiert Gerüchte, wonach er seinen Laden am bisherigen Stammsitz aufgebe.

Bereits im Jahr 2010 sei ein Um- und Neubau am Stammsitz an der Thalbacher Straße geplant und genehmigt gewesen. 14 Tage vor Baubeginn erhielt Keller jedoch nach eigenen Angaben die Nachricht, dass Archäologen mit verborgenen historisch wertvollen Funden auf dem Gelände rechnen. Umfangreiche Grabungen wären die Folge gewesen – mit dem Effekt, dass es zu Verzögerungen gekommen wäre und der Bauherr darüber hinaus mit 8000 Euro Grabungskosten pro Woche rechnen hätte müssen. Laut Keller würden die Archäologen wohl Funde in Bezug auf eines der ehemaligen Moosburger Stadttore (Amper-Tor) vermuten.

Der Grund für den Umzug nach Langenbach

Der Metzgermeister schränkt allerdings ein, dass man bei Bauarbeiten auf dem Betriebsgelände im Jahr 1986 den ganzen Parkplatz umgegraben habe und auf keine historischen Funde gestoßen sei. Dennoch sei ihm das finanzielle Risiko zu groß gewesen. Deshalb habe er sich schließlich zum Umzug der Metzgerei und Produktion nach Langenbach entschieden (wir haben berichtet). 

Aus seiner Sicht sei ein Neubau insgesamt die beste Lösung gewesen, der alte Standort wäre doch stets Stückwerk geblieben. „Das ist immer etwas Altes, da ist immer wieder etwas zu machen“, sagt Augustin Keller.

Containerlösung als Übergang angedacht

Den Laden am Stammsitz der Metzgerei aufzugeben, das sei jedoch für ihn nie Thema gewesen, im Gegenteil: Das neue Geschäft an gleicher Stelle sei fester Bestandteil der Planung. Für die Zeit des Abrisses und der Bauphase schwebt dem Unternehmer etwa eine Containerlösung vor, damit der Laden und auch sein Kundenstamm erhalten blieben.

Die neue Wohnbebauung auf dem Keller-Grundstück an der Thalbacher Straße stieß nicht nur auf Gegenliebe.

Die Vorbereitungen für den Bau einer Wohnanlage mit verschiedenen Baukörpern seien zwar getroffen, aber er habe das Areal „noch nicht einmal verkauft“. Es sei noch nichts unterschrieben, versichert Keller. Das allerdings soll bald geschehen. Bei dem Vorhaben habe man vielen Wünschen, etwa denen der Stadt Moosburg oder des Landratsamts, entsprochen. Von zu massiven oder mächtigen Baukörpern könne aus Sicht von Keller keine Rede sein. „Es wird sich auf alle Fälle einfügen und eine sehr wertige Bebauung werden. Durchaus etwas Schönes“, verspricht der Eigentümer.

Alexander Fischer

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