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Großen Applaus gab es für Max Braun (l.) und Sebastian Kreitmeier, als ihnen Bürgermeisterin Anita Meinelt Ehrenurkunden und die Bürgermedaillen überreichte.

Feierstunde in Moosburg

"Mit Leib, Seele und Hingabe": Braun und Kreitmeier erhalten Bürgermedaille

Moosburg - Große Ehre für zwei Männer, die sich in besonderer Weise um ihre Stadt verdient gemacht haben: Am Dienstag erhielten Sebastian Kreitmeier und Max Braun die Bürgermedaille.

Für den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz haben sie die privaten Interessen und Hobbys zurückgestellt. Max Braun, von 1987 bis 2006 Kommandant der Feuerwehr Moosburg, und Sebastian „Wast“ Kreitmeier, Kommandant der Ortsteilwehr von 1977 bis 2014, wurde am Dienstagabend eine besondere Ehre zuteil: In der festlich geschmückten Schäfflerhalle durften sie die Bürgermedaille der Stadt Moosburg in Empfang nehmen.

Sie haben das in sie gesetzte Vertrauen weit mehr als bestätigt. Seit dem Jahr 1980 wird in der Dreirosenstadt die Bürgermedaille für besondere Dienste um den Ort verliehen. Mit dieser offiziellen Ehrung habe man die Möglichkeit geschaffen, Menschen zu würdigen, die eine Stadt „prägten“, ihr „ein Gesicht“ gäben, betonte Bürgermeisterin Anita Meinelt. Personen, die für Ideale stünden, die Wertmaßstäbe vermittelte und an denen man sich orientieren könne: „Das braucht’s in unserer Gesellschaft“, sagte die Rathauschefin.

Max Braun und Wast Kreitmeier seien solche Menschen: „Feuerwehrler mit Leib, Seele und Hingabe.“ Nicht nur die Vermittlung von feuerwehrtechnischem Wissen habe den beiden neuen Trägern der Bürgermedaille stets am Herzen gelegen. Auch die menschliche Komponente sei nie zu kurz gekommen.

Max Braun: Über 2000 Feuerwehreinsätze geleitet

Über 2000 Einsätze hat Max Braun in den knapp 20 Jahren an der Spitze der Feuerwehr Moosburg geleitet. Am 28. März 1987 hat er das Amt des 1. Kommandanten übernommen. „Er hat die Familienfahne hochgehalten“, betonte Meinelt. Denn der Vater sei zu diesem Zeitpunkt aus Altersgründen aus der Moosburger Wehr ausgeschieden. Im gleichen Jahr wurde Max Braun junior in das Kreisbrandkommando berufen. Bis zum Jahr 2002 war er als Kreisbrandmeister tätig. 

Unter seiner Ägide wurde das Moosburger Feuerwehrhaus in den Jahren 1990/91 generalsaniert und aufgestockt. 1994 ging die erste Jugendfeuerwehrgruppe in Moosburg an den Start. Als Leiter der Technik ist Max Braun heute noch für die Hilfsorganisation Navis weltweit unterwegs.

Sebastian Kreitmeier: "Tausendsassa aus dem gallischen Vorort"

Dem „Tausendsassa“ aus dem „kleinen gallischen Vorort von Moosburg“, Thonstetten, galt die zweite Laudatio, mit der Meinelt die Verdienste der Medaillenträger würdigte. Mit 16 Jahren sei der „Wast“ in die Feuerwehr eingetreten. Zum Kommandanten wurde Sebastian Kreitmeier zehn Jahre später ernannt . Dass er „seine“ Feuerwehr stets mit Umsicht geführt habe, könne man nicht nur an der Generalsanierung des Thonstettener Feuerwehrhauses in den Jahren 1995/96 ablesen, sondern auch an der späteren Umgestaltung des Gebäudes. Unter seiner Führung sei das Floriansstüberl ein schöner Aufenthaltsraum für die Dorfgemeinschaft geworden.

Eine ganz wesentliche Errungenschaft für den Ortsteil Thonstetten habe Kreitmeier mit der B 11-Unterführung nach Schließung des Bahnübergangs in Moosham erzielt. Dank seiner persönlichen Unbeirrbarkeit habe er sogar erreicht, dass die Unterführung so bemessen worden sei, dass Platz für ein Feuerwehrauto bestehe, merkte Meinelt an. Die Erhaltung der Bruder-Konrad-Kapelle gehe ebenfalls auf das Konto von Kreitmeier. Diese sei ihm stets am Herzen gelegen.

Große Verdienste haben die beiden Kommandanten auch am Hochwasserschutz. Dass das alles nicht ohne das Verständnis der Lebenspartnerinnen zu bewerkstelligen gewesen wäre, hob Meinelt besonders hervor. Sie überreichte Blumensträuße an Maria Braun und Helga Kreitmeier. Dann verlieh sie beiden Männern unter tosendem Applaus der geladenen Gäste die Ehrenurkunden und ihre goldenen Bürgermedaillen.

Maria Martin

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