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Sie schenken den Moosburgern Zeit: FW-Stadtrat Thomas Grundner, Bürgermeisterin Anita Meinelt und Moosburg-Marketing-Geschäftsführer Christoph Hübner (v.l.) mit den frisch eingetroffenen Parksanduhren. 

Auf Stellplätzen in der Innenstadt

Mit der Sanduhr sind 15 Minuten parken in Moosburg kostenlos

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Es klingt ein bisschen esoterisch: „Wir schenken Ihnen Zeit!“ Doch es ist ganz wörtlich gemeint: Mit den Parksanduhren kann man in Moosburg 15 Minuten lang kostenlos parken. 

Moosburg Gestern wurden die kleinen guten Geister für Auto fahrende Innenstadtbesucher vorgestellt. Am Anfang wurde die Idee etwas belächelt. Manch einer sprach sogar von einem April- oder Faschingsscherz. Doch es war eine bierernste Sache, als die Freien Wähler im Stadtrat die Nutzung von Parksanduhren beantragten, mit denen es möglich sei, eine bestimmte Zeit für kurze Erledigungen kostenlos parken zu können. 

Das ist die Idee hinter den Moosburger Sanduhren

Jetzt, rund ein halbes Jahr nach dem entsprechenden Stadtratsbeschluss, ist die Idee Realität geworden: 2500 solcher Parksanduhren sind bei Moosburg Marketing eingetroffen und wurden gestern von MM-Geschäftsführer Christoph Hübner, Bürgermeisterin Anita Meinelt und FW-Stadtrat Thomas Grundner vorgestellt. Sanduhr statt Parkschein!

Das Prinzip ist klar: Auf allen normalerweise kostenpflichtigen Parkplätzen in der Moosburger Innenstadt, außerdem in den Bereichen Auf dem Gries, Herrnstraße, Stadtplatz und Weingraben ermöglicht der Besitz solcher Sanduhren das kostenlose Parken für eine Viertelstunde. 

Die Sanduhr kostet fünf Euro

So lange dauert es nämlich, bis der Sand von oben nach unten – und unten ist dort, wo das „M – Moosburg“ steht – gerieselt ist. Streit und Diskussionen mit den Verkehrsüberwachern darüber, wann man sein Auto genau abgestellt habe, gehörten so der Vergangenheit an, wie Meinelt betonte. 

Freilich: Fünf Euro kostet so eine rot-weiße Sanduhr, die bei Moosburg Marketing und in sehr vielen Geschäften zu bekommen ist. Damit, so betonte Meinelt, mache man aber wahrlich kein Geschäft, schließlich habe man auf diesen Preis nur die Kosten für die Werbung und die Herstellung umgelegt.

Man hofft, dass die Moosburger das Geschenk ehrlich annehmen

In den Augen der Geschäftsleute, so konnte Hübner gestern berichten, sei das „eine super Sache“.

Bei der Verwendung ist nicht nur zu beachten, dass der Sand „ins M laufen muss“, wie Meinelt sagte, um ein ständiges Umdrehen zu verhindern. Die Parksanduhr muss auch an der Innenseite des Fensters der Fahrertür – und zwar senkrecht – angebracht werden.

Dass es möglicherweise findige Autofahrer geben könnte, die sich zwei Sanduhren kaufen und alle Viertelstunde auswechseln, um immer den Sand in die richtige Richtung laufen zu lassen, könne man freilich nicht ausschließen, so Hübner. Aber man hofft, dass die Moosburger das Geschenk ehrlich annehmen. Denn: „Wir schenken Ihnen Zeit!“

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