Regierung konkretisiert Voraussetzung für Schulgründung

Montessori-Verein Moosburg: Letzte Chance im Genehmigungsverfahren

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Auf seinem Weg zur Schulgründung hat sich der Montessori-Verein Moosburg erneut mit Regierungsvertretern getroffen. Trotz aller Hürden herrscht wieder Optimismus.

Moosburg – Es war ein herber Rückschlag für den Montessoriverein Moosburg: Anfang Juli hatte die Regierung von Oberbayern der Initiative mitgeteilt, dass ihr Genehmigungsantrag für eine neue Schule im Raum Moosburg nur noch mit einer Verschiebung aufs Schuljahr 2018/19 realisierbar ist. Die Folge: Der Verein, dessen Gründergemeinschaft bis heute rund zwei Dutzend Treffen abgehalten hat und mit viel Engagement und enormer Hartnäckigkeit an seiner Mission arbeitet, musste nicht nur den fast 100 angemeldeten Kindern für dieses Schuljahr eine Absage erteilen. Man verlor auch noch den Standort an der Wittibsmühle und den designierten Schulleiter. Denn sowohl der Vermieter als auch der Pädagoge benötigten Planungssicherheit.

Vergangenen Donnerstag setzten sich die Schulgründer nun erneut mit der zuständigen Regierungsbehörde an einen Tisch, um zu erfahren, was am Konzept verändert werden muss, um unterrichten zu dürfen. Thomas Becker, Vorsitzender des Montessorivereins, schildert das Ergebnis des Treffens so: „Wir sind zufrieden aus dem Gespräch gegangen, weil wir nun wissen, was uns erwartet.“ Die Regierung fordere eine weitere Überarbeitung des pädagogischen Konzepts. Becker nannte einen konkreten Ansatzpunkt: „Die Verzahnung zwischen dem landwirtschaftlichen Bereich und den Lehrplaninhalten in Verbindung mit dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori muss deutlicher aufgezeigt werden.“

Becker: Trotz Hängepartie „hohe Motivation“

Bis Ende November dürfe der Antrag also nachgebessert und erneut eingereicht werden. „Dann erhalten wir hoffentlich den Bescheid auf Genehmigung.“ Und wenn nicht? – „Dann“, sagt Becker, „war das unsere letzte Chance im Genehmigungsverfahren.“

Trotz der Hängepartie, in der sich der Verein seit vielen Monaten befindet, herrsche im Team nach wie vor eine hohe Motivation. „Wir haben bereits einen neuen Standort in Aussicht, derzeit laufen noch Verhandlungen. Als die eine Tür zugeschlagen wurde, hat sich eine neue geöffnet.“ Denn der Eigentümer des ehemaligen Normstahl-Geländes – also quasi gegenüber vom bisherigen Wunsch-Standort Wittibsmühle – habe die Schulgründer mit offenen Armen empfangen, berichtet Becker. „Wir könnten dort ehemalige Büro- und Produktionsräume nutzen. Darüber sind wir sehr froh.“ Schon kommende Woche will man in die Architekturplanung einsteigen, um neue Fakten zu schaffen. „Sobald wir die haben, wird es eine neue Infoveranstaltung geben.“

Denn: Bei den Familien in der Region rechnet der 56-Jährige nach wie vor mit einer hohen Nachfrage nach einer hiesigen Montessorischule. Becker: „Wir sind uns sicher, dass die Eltern, die uns damals kontaktiert haben, nach wie vor großes Interesse an dem Schulkonzept haben.“

Rubriklistenbild: © dpa

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