Keine Barrierefreiheit

Antrag vertagt: Vorerst kein Aufzug für das Elisabethenheim

Moosburg – Was passiert mit dem Aufzug im Elisabethenheim? Im Stadtrat Moosburg ist man am Montag zu keiner Einigung gekommen.

„Jetzt muss mir nur noch einer sagen, wo wir das Geld hernehmen sollen“, forderte Bürgermeisterin Anita Meinelt im Stadtrat. Dabei ging es um einen Antrag der Grünen, der die Reparatur des Aufzugs im Elisabethenheim, auch Haus der Vereine genannt, behandelte. Die Rede war von mindestens 77 000 Euro, die benötigt würden. Das Ende der Diskussion: Die Entscheidung wurde vertagt – mit dem Auftrag, dass die Verwaltung mit den Nutzern sprechen und die Sache klären soll. Die Abstimmung ging denkbar knapp aus: mit zwölf zu elf Stimmen.

Das Haus der Vereine wird etwa vom VdK, von den Altstadtförderern oder auch vom Trachtenverein genutzt. Vorwiegend als „Lagerhaus“, wie die Gegner einer Reparatur zu bedenken gaben. Antragsteller Johannes Becher und seine Unterstützer verwiesen dagegen darauf, dass die Stadt als Vermieter verpflichtet sei, für einen funktionierenden Aufzug zu sorgen. Noch dazu, weil das Treppenhaus offenbar in schlechtem Zustand sei. Laut Evelin Altenbeck (Grüne) ist die Treppe gar „abenteuerlich“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Pschorr sprach von „einer Stiege“ und erinnerte daran, dass man bei der Vhs auch „großzügig mit Unterstützung umgeht“. „Es ist ein öffentliches Gebäude, die Barrierefreiheit hat Priorität“, stellte Gerhard Beubl (SPD) fest. Wo das Geld herkommen soll, wusste er auch – von einer Erhöhung der Schlüsselzuweisung.

Meinelt scheut die Kosten: „Man muss es schon in der Relation sehen. Zwei mal im Jahr einen Grill rauf und runter zu bringen“, stehe nicht dafür, urteilte sie. Senioren- und Sozialreferentin Karin Linz (CSU) hielt ihr entgegen, dass es durchaus Publikumsverkehr gebe. Es half alles nichts: Die Entscheidung muss zu einem anderen Zeitpunkt fallen.

Rubriklistenbild: © dpa

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