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Auto rollt in Kanal: Frau kann sich dank Trick retten

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Von: Helmut Hobmaier

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Mit einer Seilwinde wurde der Golf nach der Wasserung ans Ufer gezogen. © Albrecht

Einen verhängnisvollen Fehler hat am Dienstagnachmittag in Moosburg eine 48-jährige Autofahrerin begangen. Ihr Umpark-Manöver am Amper-Überleitungskanal endete im Wasser.

Moosburg –  Die 48-Jährige konnte es hinterher selbst nicht fassen: Wie hatte ihr das bloß passieren können? Sie war in der Moosburger Bonau zu Besuch gewesen und wollte ihren Golf umparken. Dabei nahm der Pkw irgendwie Kurs auf den Kanal, ein Bremsmanöver schlug fehl – und der Golf rollte die steile Böschung hinab. „Dabei nahm er wohl ziemlich Fahrt auf“, vermutet Tobias Mürdter (32), stellvertretender Dienstgruppenleiter bei der Moosburger Polizei. Jedenfalls nutzte es auch nichts mehr, dass die Frau, die aus dem Raum Moosburg stammt, die Handbremse zog. Der Golf tauchte ins Wasser ein und schwamm bis zur Mitte des 15 Meter breiten Kanals, wo er nach unten sank – und aufsetzte. 

Frau lässt Fahrertür offen - und kann sich retten

Der Kanal, der Trockenheit sei Dank, ist dort derzeit nicht allzu tief, so dass der Wagen noch knapp mit dem Dach aus dem Wasser schaute. Die 48-Jährige war da gerade ausgestiegen. Sie hatte laut Polizei die Fahrertüre offengelassen, was den Notausstieg einfacher machte. „Sie stand bis zur Brust im Wasser“, berichtet Tobias Mürdter, und habe dann problemlos das rettende Ufer erreicht.

Die alarmierte Moosburger Polizei holte sich Verstärkung durch die Wasserwacht und die Feuerwehr, die den Wagen an den Haken nahmen und per Seilwinde ans Ufer zogen. An der Böschung wurde noch kurz Halt gemacht, um das Wasser aus dem Wagen laufen zu lassen. Minuten später stand der Golf wie frisch gewaschen – aber trotzdem ruiniert – am Ufer des Amper-Überleitungskanals.

„Mit einem leichten Schock, aber ansonsten unverletzt“ hatte die 48-Jährige laut Polizei den Zwischenfall überstanden. Der Golf erlitt einen „wirtschaftlichen Totalschaden“ in Höhe von 4000 Euro. Im Polizeibericht rangiert die Wasserung als „Kleinunfall“, wobei noch zu erwähnen ist, dass bei der Bergung ein Strauch beseitigt werden musste, ein „Fremdschaden“, dessen Höhe mit 100 Euro angesetzt wird.

Mit einer Geldbuße muss die Fahrerin laut Polizei übrigens nicht rechnen. Warum auch? Eigentlich ist ja überhaupt nichts passiert – oder?

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