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Die Sanierung des alten Stadtcafés und mehrere Neubauten im Umgriff rücken näher.

Areal im Herzen der Altstadt

Altes Stadtcafé: Moosburgs Stadtrat erteilt Bauvorhaben Grünes Licht

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Ein Schandfleck in Moosburgs Altstadt soll verschwinden und viele Wohnungen entstehen: Der Stadtrat hat dem Projekt rund ums alte Stadtcafé Grünes Licht erteilt.

Moosburg – Als schärfster Kritiker des Vorhabens meldete sich Josef Dollinger (FW) zu Wort: Auch wenn es sich beim alten Moosburger Stadtcafé um einen „Schandfleck“ handle, halte er die Sanierungs- und Neubaupläne auf dem 1800 Quadratmeter großen Areal zwischen Stadtplatz, Georg-Hummel- und Rentamtstraße für „viel zu massiv“. Diese Bedenken würden Experten im Landratsamt, der Regierung von Oberbayern sowie ein Fachbüro teilen. Dollinger forderte daher am Montag im Stadtrat, den Vorbescheid abzulehnen. Der Eigentümer solle die Pläne stattdessen erneut mit den Fachstellen abstimmen.

Doch die Mehrheit wollte, dass nach vielen Jahren des Stillstands Bewegung in die Sache kommt. Wie berichtet, möchte Antragsteller und Ex-Stadtrat Dieter Abele das Eckhaus gegenüber des Rathauses sanieren und aufstocken lassen. Als künftige Nutzung sind dort ein Ärztehaus oder im Erdgeschoß eine Gewerbefläche – eventuell auch wieder ein Café – sowie acht Wohnungen in den Obergeschoßen im Gespräch. Entlang der Georg-Hummel-Straße und weiter ums Eck herum sind nach einem Abriss Neubauten mit über 40 Wohneinheiten oder Betreutem Wohnen geplant. Im Inneren solle „der größte Lichthof von ganz Moosburg“ entstehen, hieß es am Montag.

Eine Variante setzte sich durch

Diskutiert wurden dann mehrere Varianten zur Aufstockung, wobei die Mehrheit für eine Erhöhung des Kniestocks um 1,5 Meter im obersten Geschoß plädierte und ein Spitzgiebel abgelehnt wurde. Ein weiteres Vollgeschoß, wie vom Bauwerber bevorzugt, fiel durch.

Rudolf Heinz (CSU) war für diesen Tagesordnungspunkt von seiner Rolle als Stadtrat in die des werbenden Architekten geschlüpft – weshalb er von den Abstimmungen ausgeschlossen war. Gerhard Beubl (SPD) fand Heinz’ Vorstellung „merkwürdig“, dieser und auch Bürgermeisterin Anita Meinelt erinnerten jedoch an die Berufsfreiheit von Heinz, die nicht durch sein Ehrenamt als Stadtrat leiden dürfe.

In einem Beschlussmarathon wurden die diversen Dachformen und Kubatur-Details festgelegt, denen der Stadtrat sein gemeindliches Einvernehmen erteilte. Damit kann der Genehmigungsprozess nun fortgeführt werden.

Der Stadtrat hat am Montag auch im Fall der umstrittenen Erweiterungspläne von ELA Container in Pfrombach eine Entscheidung getroffen.

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