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„Das übertrifft unsere Erwartungen“: Bayerns längste Festtafel lockt rund 10.000 Besucher an

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Von: Andrea Hermann

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Einen entspannten Abend genossen die Besucher an der 1250 Meter langen Tafel in der Moosburger Innenstadt - natürlich im perfekten Dresscode.
Gut gelaunt und begeistert von der Atmosphäre waren die vielen Besucher entlang der Festtafel. © Gleixner

„Bayerns längste Festtafel“ lockte am Samstag rund 10 000 Besucher nach Moosburg. Sie alle genossen eine traumhafte Sommernacht mit Livemusik und vielen kulinarischen Schmankerln.

Moosburg – Mit einem grandiosen Fest in der Innenstadt hat die Stadt Moosburg am Samstag ihren 1250. Geburtstag gefeiert. Rund 10 000 Gäste waren gekommen, um an der 1250 Meter langen Festtafel Platz zu nehmen und eine traumhafte Sommernacht mit Livemusik, vielfältigen kulinarischen Schmankerln und vielen Gesprächen zu genießen – und Teil der längsten Tafel Bayerns zu sein.

„Das übertrifft all unsere Erwartungen“, sagte Bürgermeister Josef Dollinger, als er gut eine Stunde nach Beginn des Fests vom zweiten Stock des Rathauses über die Innenstadt blickte. „Weit über 6000 Besucher“, so schätzte er, waren zu diesem Zeitpunkt bereits in der Stadt, um sich einen der begehrten Plätze an der langen Biertisch-Tafel zu sichern, die sich durch die komplette Innenstadt schlängelte. Die richtige Platzwahl zu treffen war dabei gar nicht so leicht, denn aus vielen Ecken erklang Livemusik. Zudem lockten die kulinarischen Stände der Moosburger Vereine und Gastronomen, die die Bewirtung der Gäste übernommen hatten.

1250 Meter lang war die Biertisch-Tafel, die sich am Samstag durch Moosburg schlängelte und viele Gäste sowie Musiker in die Innenstadt lockte.
1250 Meter lang war die Biertisch-Tafel, die sich am Samstag durch Moosburg schlängelte und viele Gäste sowie Musiker in die Innenstadt lockte. © Gleixner

Viele Musikgruppen begeisterten die Gäste

So war bereits zum Auftakt der „Plan“ gut gefüllt, denn vom Johannesturm aus gaben die Turmbläser den Startschuss für die große Geburtstagsfeier. Wenig später spielten dann die vielen Musikgruppen auf. So etwa die Bläserformation „Kastulus Brass“ um Lehrer Martin Neubauer, die viele Besucher um sich scharte. Ein besonderes Flair bot sich rund um den Zehentstadel, wo zum Auftakt der Trachtenverein Isartaler und das Stadtorchester viele Gäste anlockten und zu späterer Stunde Apollon’s Smile für einen romantischen Abend sorgten. Die Holledauer Hopfareisser tourten durch die Innenstadt und machten etwa im Weingraben, am Stadtplatz und in der Herrnstraße Halt, ebenso wie der Hallertauer Gstanzlsänger Ritsch Ermeier oder das Duo „Marijan & Tom“. Heimspiel hatte an diesem Abend das Moosburger Frauenquartett „Auf d’Sait’n, das mit bayerisch-humorvollen Liedern die Gäste unterhielt. Auch die vielen anderen Gruppen, durften sich über begeistertes Publikum freuen.

So abwechslungsreich das musikalische Programm war, so vielfältig war auch das kulinarische Angebot: Von Brotaufstrichen über italienische, indische, türkische, griechische und auch bayerische Spezialitäten bis hin zu den klassischen Steak- und Würstlsemmeln war alles dabei. Und natürlich durfte das Moosburger Jubiläumsbier nicht fehlen, das viele in den eigens für dieses Fest kreierten Krügen genossen.

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Die Organisatoren der 1250-Jahr-Feier in Moosburg sangen zu später Stunde das Lied „Oh, wie ist das schön“ an der langen Tafel in der Innenstadt.
„Oh, wie ist das schön“: Das gemeinsam geplante Lied sangen um 21 Uhr zumindest Bauhof-Leiter Martin Holzner (stehend, vorne), Bürgermeister Josef Dollinger (dahinter) und MdL sowie Organisationsteam-Mitglied Johannes Becher (stehend, r.). © Gleixner

569 Biertischgarnituren reihten sich aneinander

Während die vielen Gäste das traumhafte Wetter und die gemütliche Atmosphäre genossen, konnten der Rathauschef sowie Bauhofleiter Martin Holzner ein wenig durchschnaufen. Seit 8.30 Uhr waren Holzner, sein Bauhof-Team und viele freiwillige Helfer auf den Beinen, um die insgesamt 569 Biertischgarnituren in der Innenstadt aufzustellen und diese liebevoll mit weißer Tischdecke, rotem Tischläufer, einem Rosengesteck und weißen Kerzen zu schmücken. Überhaupt war die komplette Stadt in Rot-Weiß und damit in die Farben der Dreirosenstadt getaucht. Dass auch ein Großteil der Besucher den farblichen Dresscode eingehalten hat, freute die Veranstalter sehr.

Bis spätabends wurde fröhlich und friedlich in den Straßen und Gassen gefeiert – auf rund 10 000 Gäste schätzte Dollinger die Besucherzahl zur Spitzenzeit. „Das ist echt der Wahnsinn“, freute sich auch Martin Holzner, hatte sich doch der ganze Aufwand gelohnt. Für Holzner war gegen Mitternacht der Abend aber noch lange nicht vorbei: Etwa drei Stunden galt es für ihn und sein Team noch, die Biertisch-Garnituren wieder abzubauen.

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