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Fließband-Arbeit: Fleißige Mitarbeiterinnen sortieren die vielen Pakete und Päckchen.

Staatsminister Florian Herrmann zu Besuch im Verteilerzentrum Moosburg

Bei Amazon in Moosburg wird auch an der Fairness gearbeitet

Während viele Geschäfte ums Überleben kämpfen, verzeichnet der weltweit agierende Versandhändler Amazon in der Corona-Krise Zuwächse. Von der Entwicklung des Konzerns machte sich Staatsminister Florian Herrmann im Verteilerzentrum in Moosburg ein Bild. 

Moosburg – Die Corona-Pandemie mit dem Lockdown hat viel verändert, und der weltweit agierende Versandhändler Amazon war einer der Gewinner. Am Freitag besuchte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann das in seinem Stimmkreis liegende Verteilerzentrum in Moosburg. Nach der Führung zeigte sich der CSU-Politiker beeindruckt von der Entwicklung solcher Logistikkonzerne.

Rund 60 000 Pakete werden täglich sortiert

Im Moosburger Gewerbegebiet Degernpoint arbeiten rund 250 Personen in einem drei Schichten umfassenden Betrieb, zu dem dann noch einmal 350 Einzelunternehmer kommen, die mit ihren kleinen Lieferfahrzeugen die Pakete an die Haustüren bringen. In Moosburg werden aktuell 50 000 bis 60 000 Pakete am Tag von den nächtlichen Lkw-Anlieferungen aus Prag, Nürnberg oder Graben für die Auslieferung an den Endverbraucher sortiert. Durchschnittlich 19 Pakete befinden sich in einer Tasche, die einen Lieferort darstellen. Bei den Touren haben die Fahrer dann zwischen 140 und 190 Pakete in ihren Autos.

Die Abläufe bei Amazon erklärte Standortleiter Florian Gottschlich (l.) Staatsminister Florian Herrmann.

Amazon-Regionalleiter Florian Amann ist sehr zufrieden mit der Moosburger Situation: „Wir haben bei den Mitarbeitern sehr gute Qualität und auch eine gute Quantität.“ Das Verteilerzentrum vor den Toren Moosburgs ist ausgerichtet für den maximalen Durchlauf von 85 000 bis 90 000 Paketen am Tag. Bisher steht die erreichte Höchstmarke bei 66 000. Für Florian Amann ist das zufriedenstellend, weil die maximalen Möglichkeiten den Puffer bilden sollen – etwa im Weihnachtsgeschäft. Amann schätzt den Zuwachs seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie auf rund 25 Prozent.

Corona-Regeln vorbildlich umgesetzt

Auffällig bei der Führung für Florian Herrmann war, dass auf dem Amazon-Gelände penibel auf die Hygieneregeln geachtet wird. Alle Mitarbeiter, Besucher und auch Fahrer bekommen erst das Fieber gemessen, bevor sie die Sortierhalle betreten dürfen. Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann stellte auch fest, dass die Corona-Regeln vorbildlich umgesetzt würden. „Hier sieht man die Folgen der Digitalisierung“, sagte Herrmann, „und dieses Angebot wird von den Kunden sehr gut angenommen.“ Er sagte aber auch, dass viele von Amazon lernen können: „Das Spannende ist die Innovationskraft und die Optimierung der Prozesse, die bei der Auslieferung des Pakets gar nicht zu sehen sind.“ Zudem sei Amazon ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, und die Gastgeber machten deutlich, dass die aktuelle Personalstärke auch langfristig benötigt werde. „Sie arbeiten auch an der Fairness der Arbeitsverhältnisse“, sagte Herrmann, der die offenen Fragen um international agierende Konzerne bei Arbeitsrecht und den deutschen Gegebenheiten nicht unerwähnt lassen wollte. 

Nico Bauer

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