Ehrenamtliche Einsatzkräfte des THW transportieren das Wrack der in Moosburg abgestürzten Maschine ab.
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Ehrenamtliche Einsatzkräfte des THW transportieren das Wrack der in Moosburg abgestürzten Maschine ab.

Beim Landeanflug

Flugzeug stürzt bei Moosburg ab: Identität der Toten nun wohl klar - erfahrener Kunstflugpilot flog Maschine

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  • Florian Naumann
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  • Wolfgang Schnetz
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Im Landkreis Freising ist am Samstagnachmittag ein Kleinflugzeug abgestürzt. Zwei Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben. Ihre Identität scheint nun geklärt.

  • Im Landkreis Freising ist am Samstagmittag ein Kleinflugzeug abgestürzt.
  • Nach ersten Erkentnissen sind dabei zwei Insassen ums Leben gekommen.
  • Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Update vom 20. September, 16.45 Uhr: Nun ist die Identität der beiden tödlich verunglückten Flugzeuginsassen nach dem Absturz bei Moosburg (Landkreis Freising) anscheinend geklärt: An Bord des Sportflugzeugs befanden sich offenbar zwei Freunde aus Nachrodt-Wiblingwerde im Märkischen Kreis (NRW) und aus der Nähe von Arnsberg im Hochsauerlandkreis. Das berichtet das örtliche Nachrichtenportal come-on.de* unter Berufung auf den Bruder des 44 Jahre alten Flugzeugpiloten, der in Meschede gewohnt hatte.

Eine weitere Information gibt allerdings zusätzliche Rätsel zum Absturzhergang auf: Dem Bericht zufolge handelte es sich bei dem Mann um einen erfahrenen Kunstflugpiloten, der auch der Gruppe des „Acroteam Meschede“ angehörte. Der 44-Jährige hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Die Polizei ging zunächst von einem Pilotenfehler oder einem technischen Defekt aus (siehe vorangegangenes Update).

Flugzeug stürzt nahe Moosburg ab: Großeinsatz unter schwierigen Bedingungen - und traurige Gewissheit

Update vom 20. September, 10.15 Uhr: Moosburg – Plötzlich heulten am Samstagmittag im Norden des Landkreises Freising die Sirenen: Rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, BRK, Malteser und den Feuerwehren rückten danach zur Kipp, dem Areal des Fliegerclubs Moosburg aus. Dort war in unwegsamem Gelände hinter der Landebahn ein einmotoriges Sportflugzeug aus Nordrhein-Westfalen in ein Dickicht gestürzt. Die beiden Insassen starben. Alle Helfer vor Ort leisteten bis in den Abend hinein Schwerstarbeit. Auch Ruhr24.de berichtete über das Unglück.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Der Ablauf

Wie Pressesprecher Michael Graf vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Samstagnachmittag in einer ersten Meldung vor Ort bestätigte, waren der Pilot und sein Fluggast mit der einmotorigen Maschine kurz nach 10 Uhr in Dortmund-Meschede gestartet. Beide wurden bereits auf der Kipp erwartet. Nicht bestätigen konnte Pressesprecher Michael Graf am Samstag, dass der Pilot auf dem Gelände des Fliegerclubs Moosburg auftanken wollte, wie es am Samstag mehrfach hieß: „Das entzieht sich meiner Kenntnis.“

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Der Absturz

Beim Landeversuch gegen Mittag stürzte das Flugzeug dann etwa 170 Meter neben der Start- und Landebahn ab, so die ersten Erkenntnisse. Warum es zu dem Absturz kam, ist bisher nicht bekannt. „Anscheinend hat sich im Landeanflug entweder ein Pilotenfehler eingeschlichen oder ein technischer Defekt“, erklärte der Polizeipressesprecher. Offenbar war die Maschine beim Landeanflug noch einmal durchgestartet. Der Flieger stürzte hinter der Piste ins Dickicht.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Der Einsatz

Danach wurde vom Flugplatz aus Großalarm ausgelöst. Es rückten die Feuerwehren aus Moosburg und zur Unterstützung aus Mauern, das Team des THW Freising sowie die Notärzte und Sanitäter von BRK sowie der Malteser-Hilfsdienst vom Flughafen an. Auch der Pressesprecher des Landratsamts Freising, Robert Stangl, war noch am Samstagmittag unmittelbar an den Unfallort geeilt. Die Unfallstelle nahe der Kipp wurde ab Mittag von den Sicherheitskräften weiträumig abgesperrt.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Schweres Gerät

„Ein äußerst unwegsames Gelände“, war es laut Moosburgs Feuerwehrkommandant Gerhard Hochleitner, mit dem es am Samstag die insgesamt 26 FFW-Aktiven aus Moosburg samt Führungskräften zu tun bekamen. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers aus München hatte den Absturzort von der Luft aus lokalisiert. Dann rückte Hochleitners Vize Franz Jantschy zusammen mit den Ersthelfern der Sanitätsdienste zum Wrack vor – gelotst von der Helikopter-Besatzung. „Danach wurde der Weg mit Flatterband markiert und wir konnten damit anfangen, eine Strecke freizuräumen“, beschreibt Gerhard Hochleitner. Das geschah mit den angeforderten Radladern der örtlichen Bauunternehmen Danner und Wiesheu.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Bild der Zerstörung

Beim Wrack angekommen, bot sich den Einsatzkräften schließlich ein Bild der Zerstörung. „Ich war an der Absturzstelle und habe mich selber davon überzeugt, dass die Maschine massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die beiden Personen sind aufgrund des Aufpralls dann auch eingeklemmt gewesen und mussten mit schwerem Gerät aus dem Fliegerwrack geholt werden“, berichtete Pressesprecher Michael Graf. Das war ebenfalls die Aufgabe der Moosburger Wehr. „Wir setzten einen Akku-Spreizer ein“, sagte Gerhard Hochleitner. Die Sanitäter und Notärzte gaben dann ihr Bestes – leider vergeblich. Der Fluggast war nach dem Absturz sofort tot. Der Pilot aus Nordrhein-Westfalen wurde noch reanimiert, konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Die Bergung

„Man musste wie durch einen Dschungel, um zum Wrack zu kommen“, beschrieb am Sonntag der THW-Ortsbeauftragte Michael Wüst. 18 THW-Ehrenamtliche waren am Werk, um nach FFW und Sanitätseinsatz das Wrack aus dem Dickicht an die Schaufel des THW-Radladers zu hängen und auf das Gelände des Fliegerclubs zu bringen. Die Bergung der Wrackteile per Kran dauerte dann bis zum Abend an. Den Club lobte am Sonntag stellvertretend für alle eingesetzten Helfer FFW-Kommandant Gerhard Hochleitner: „Die Mitglieder des Fliegerclubs haben uns während des schweißtreibenden Einsatzes mit Getränken versorgt.“

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Experten vor Ort

Zur Klärung der Absturzursache, die bislang völlig unklar ist, laufen derzeit noch die Ermittlungen der Spurensicherer der Kriminalpolizei Erding und werden am heutigen Montag fortgesetzt. Auch die Identitäten der beiden Toten muss noch eruiert werden. Die Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind ebenfalls mit Hochdruck am Werk. Denn noch immer steht nicht fest, was die Absturzursache war.

Flugzeugabsturz bei Moosburg: Zeugen gesucht

Wegen des guten Wetters waren zum Zeitpunkt des Unglücks laut Polizeisprecher Michael Graf viele Radfahrer und Spaziergänger unterwegs. Zeugen, die Fotos oder Videos von dem verunglückten Flugzeug kurz vor oder während des Absturzes gemacht haben sollen sich unter Tel. (0 81 22) 96 80 bei der Kripo Erding melden.

Erstmeldung, Samstag, 19. September, 16.42 Uhr: Moosburg - Am Samstagmittag hat sich bei Moosburg im Landkreis Freising ein Flugzeugabsturz ereignet. Wie das Portal idowa.de mit Verweis auf das Landratsamt Freising meldet, sollen die beiden Insassen des Kleinflugzeugs bei dem Absturz ums Leben gekommen sein. Auf dem Flugplatz kam es zu einem Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungskräften.

Moosburg: Kleinflugzeug bei Landeanflug abgestürzt - zwei Tote

Gegen 12 Uhr ging bei der Feuerwehr die Meldung ein, dass es in der Nähe des Fliegerclubs Moosburg zu einem Flugzeugabsturz kam. Der Einsatz der Rettungskräfte wurde durch die Tatsache erschwert, dass die Maschine in ein schwer zugängliches Waldstück gekracht war. Die Feuerwehr hatte so große Probleme, das Wrack überhaupt zu finden. „Um die Personen retten zu können hat man erst einmal eine Schneise reißen müssen mit zwei Ladern, damit man überhaupt dort an die Unfallstelle kommen kann“, erklärt Robert Stangl, Pressesprecher des Landkreises Freising gegenüber der Nachrichtenagentur vifogra.

Flugzeugabstzurz in Moosburg: Fluzeug massivst zerstört - jede Hilfe kam zu spät

Beim Wrack angekommen bot sich den Einsatzkräften ein Bild der Zerstörung. „Ich war gerade hinten an der Absturzstelle und habe mich selber davon überzeugt, dass die Maschine massivst in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die beiden Personen sind aufgrund des Aufpralls dann auch eingeklemmt gewesen und mussten dann mit schwerem Gerät aus dem Fliegerwrack geborgen werden“, berichtet Michael Graf in seiner Funktion als Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. 

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit über 100 Einsatzkräften an der Absturzstelle, doch für die verunglückten Flieger kam jede Hilfe zu spät.

Großeinsatz der Rettungskräfte nach einem Flugzeugabsturz am Flugplatz in Moosburg.

Moosburg/Freising: Flugzeug bei Landung abgestürzt - Ursache noch unklar

Nach ersten Informationen war das Flugzeug in Nordrhein-Westfalen gestartet. Meldungen, wonach der Pilot in Moosburg zum Tanken zwischenlanden wollte, konnten vom zuständigen Pressesprecher bislang nicht bestätigt werden. Beim Landeversuch stürzte das Flugzeug dann etwa 170 Meter neben der Start- und Landebahn ab. Warum es zu dem Absturz kam, ist bisher nicht bekannt. „Anscheinend im Landeanflug hat sich dann entweder ein Pilotenfehler eingeschlichen oder eben auch ein technischer Defekt“, erklärt der Polizeipressesprecher. Offenbar war die Maschine beim Landeanflug noch einmal durchgestartet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das Wrack des in Moosburg abgestürzten Sportflugzeug in einem Waldstück in der Nähe des Flugplatzes.

Die Kriminalpolizei Erding sucht derweil auch nach Augenzeugen, die Informationen zum Absturz des Flugzeugs geben können. Diese werden dazu aufgefordert sich unter der Nummer 08122/9680 bei der Polizei zu melden (fd) *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Bereits im Juli ereignete sich bei Peißenberg ein Flugzeugabsturz.

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