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Friedliche Begegnung: „Montagsspaziergänger“ treffen vor Moosburger Rathaus auf Solidaritäts-Menschenkette

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Von: Andrea Hermann

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„Solidarität in der Pandemie“: So bezeichnete der Moosburger Klaus Lüchau (mit Pappschild) die Gegenaktion am Montagabend vor dem Moosburger Rathaus.
„Solidarität in der Pandemie“: So bezeichnete der Moosburger Klaus Lüchau (mit Pappschild) die Gegenaktion am Montagabend vor dem Moosburger Rathaus. © aro

Es war ein friedliches Aufeinandertreffen, als sich am Montagabend eine Menschenkette vor dem Moosburger Rathaus gegen die sogenannten „Montagsspaziergänger“ stellte.

Moosburg – Corona spaltet die Gesellschaft. Das wurde am Montagabend einmal mehr deutlich, als in Moosburg über 100 Menschen im Rahmen eines sogenannten „Montagsspaziergangs“ gegen die Corona-Politik protestierten – und dabei vor dem Rathaus auf eine Gruppe um den Moosburger Klaus Lüchau trafen, die den von „Impfgegner*innen und Corona-Leugnern inszenierten Aufmärschen nicht tatenlos zusehen wollen“, wie Lüchau betonte. Eine Stunde lang bildeten über 30 Bürger schweigend eine Menschenkette am Rathaus – mit Schals von Hand zu Hand, um die Abstände zu wahren. „Wir wollen damit zeigen, dass wir nicht bereit sind, die Angriffe auf unsere demokratische Stadtgesellschaft zu dulden. Der Opfer dieser Pandemie in unserer Stadt werden wir damit gedenken und den aufopfernden Menschen im Gesundheitswesen unseren Respekt zollen“, sagte Lüchau zu dieser angemeldeten Aktion. Zudem warb er dafür: „Bitte lasst euch impfen. Ihr schützt dadurch euch und uns.“

„Schweigend und ohne Parolen“ marschierten laut Moosburgs Polizeichef Christian Bidinger rund 100 Bürger im Rahmen eines „Montagsspaziergangs“ durch Moosburg.
„Schweigend und ohne Parolen“ marschierten laut Moosburgs Polizeichef Christian Bidinger rund 100 Bürger im Rahmen eines „Montagsspaziergangs“ durch Moosburg. © aro

Da nicht klar war, ob oder wie „Gruppen unterschiedlicher Meinung möglicherweise aneinandergeraten“, waren Moosburgs Polizeichef Christian Bidinger und „ausreichend“ Kollegen vor Ort. Denn auf dem Platz vor dem Münster trafen sich über 100 Bürger, die im Rahmen eines „Montagsspaziergang“ gegen die Corona-Politik protestierten – in Moosburg bereits zum dritten Mal „schweigend und ohne Parolen“, so Bidinger. Nachdem sich die nicht angemeldete „Versammlung“ nach einer Durchsage der Polizei schnell aufgelöst hatte, marschierten die Spaziergänger kurz nach 19 Uhr durch die Innenstadt – begleitet von der Polizei.

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Zu dieser Zeit waren Klaus Lüchau und seine Mitstreiter schon wieder weg. Doch der Moosburger kündigte bereits an, auch am kommenden Montag wieder „Solidarität in der Pandemie“ zeigen zu wollen – mit Abstand und Rücksicht. Und wieder in Form einer Menschenkette am Rathaus.

Moosburgs Polizeichef zeigte sich nach dem Einsatz am Montagabend zufrieden: „Es gab keine Zwischenfälle.“ Auch der dritte Spaziergang sei „friedlich und ohne Waffen“ über die Bühne gegangen, so Bidinger.  

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