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Ein Bild für die Ewigkeit: Schülersprecher und Absolvent Emre Dündar macht ein Selfie von sich und den Abschlussschülern.

Abschlussfeier

Georg-Hummel-Mittelschüler haben den ersten Gipfel erreicht

Moosburg - Das Gipfelkreuz erreicht haben die 48 Absolventen der Georg-Hummel-Mittelschule Moosburg. Bei der Zeugnisübergabe gab es viel Lob und Anerkennung für die Zehntklässler. Ausgestattet mit Lerneifer, Engagement und Wissen, dürfen sie sich nun in einen neuen Lebensabschnitt wagen.

Abgestimmt auf die Abschlussfahrt vor wenigen Wochen, die nach Südtirol ging, war „Bergtour“ das beherrschende Thema bei den Reden in der Schäfflerhalle. Für Konrektor Peter Kasper hat die schulische Laufbahn viele Gemeinsamkeiten mit einer solchen – unter anderem ist das Ziel nicht immer leicht zu erreichen. „Vor sechs Jahren habt ihr euch aufgemacht, um den Gipfel zu erklimmen“, erinnerte Kasper. Dafür hätten die Schüler einen Rucksack an die Hand bekommen, der hin und wieder auch einmal schwerer wurde. „Darin enthalten sind Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Lerneifer und Ausdauer.“ Ohne Letzteres, so betonte der Konrektor, wären die Jugendlichen nicht vorwärts gekommen. Nun sei er mächtig stolz, dass alle gut oben angekommen seien. Im Hinblick auf die Arbeitswelt, in die sie am Freitag entlassen wurden, gab Kasper den Absolventen der Mittleren Reife einen Rat: „Begebt euch zielstrebig auf zu weiteren Bergtouren. Aber vergesst nicht eure Familien, Freunde und persönliche Zufriedenheit.“ 

Mit einem Kompliment begrüßte Anita Meinelt die Absolventen: „Ich komme immer sehr gerne zu den Abschlussfeiern der Mittelschule. Ihr seid jedes Mal so gut angezogen.“ Als einen Wendepunkt bezeichnete die Moosburger Bürgermeisterin den Tag der Zeugnisvergabe, dieser sei „ein Einschnitt so groß wie der Tag eurer Einschulung“. Nun hieße es für die jungen Erwachsenen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und sich Herausforderungen zu stellen. „Wer es nicht probiert, wird nie wissen, was er womöglich alles kann – oder dass er womöglich viel mehr kann, als er dachte“, betonte Meinelt. Dieser Tag stelle aber auch gleichermaßen einen Neubeginn dar, bei dem „die Karten neu gemischt“ würden. Mit Stolz ehrte sie zum Abschluss die vier besten Schülerinnen der beiden Abschlussklassen: Nicola Riedmaier erreichte einen Notendurchschnitt von 1,56. Mit einem Schnitt von 1,78 beendete Sabrina Bauer den Jahrgang als Zweitbeste, und den dritten Platz teilen sich Marie-Teresa Renner und Johanna Sellmaier mit jeweils 2,00. 

Die beiden Klassenleiterinnen Claudia Gärtner und Isabell Pfolz verabschiedeten sich gemeinsam von ihren Schülern: „Um für den Aufstieg fit zu sein, bedarf es eines harten Trainings. Bergsteiger bereiten sich mit kleinen Touren vor“, wandte sich Gärtner an die Absolventen. Für diese bedeutete dies beispielsweise, Grammatik und Vokabeln zu pauken, die Evolutionstheorie zu verstehen oder Gleichungen aufzustellen. „Manche von euch sind hier und da gestürzt und haben sich verletzt“, sagte Zweite Konrektorin Gärtner. „Dann haben wir euch wieder auf die Beine geholfen und euch angespornt.“ Mit dem Schritt in die Berufswelt stehe den Absolventen jetzt ein Wechsel in eine neue Trainingsgruppe bevor – „und ihr müsst euch auch auf einen neuen Bergführer einstellen“, wusste Gärtner. 

Zuversichtlich blicken die Lehrkräfte in die Zukunft ihrer ehemaligen Schützlinge. „Wir sind uns sicher: Ihr werdet weiter kämpfen und gut mit euren neuen Trainern zusammenarbeiten.“ Mit einem österreichischen Sprichwort entließ Isabell Pfolz die Absolventen: „Und ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht allerweil.“

Anna Schledzinski

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