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Das Team der Stadtbücherei mit neuem Bürgermeister und neuer Chefin: (v. l.) Bürgermeister Josef Dollinger, Vera Anzinger, Elfriede Prell, Katharina Saatberger, Leiterin Linda Kot zer und Sonja Stork. 

Wiedereröffnung nach Corona-Schließung

Bücherbox und mehr für Kinder: Moosburgs neue Bücherei-Chefin setzt auf interaktive Kontakte

  • vonNico Bauer
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Zwei Neuigkeiten von der Stadtbücherei Moosburg: Die Einrichtung hat wieder geöffnet - und mit Linda Kotzer jetzt auch eine neue Leiterin.

Moosburg – Linda Kotzer ist sich der großen Fußstapfen bewusst, in die sie getreten ist. Mit der Wiedereröffnung der Moosburger Stadtbücherei wurde nun die neue Leiterin der Einrichtung vorgestellt. Sie ist die Nachfolgerin von Karin Göhlich, die drei Jahrzehnte lang an der Spitze der Stadtbücherei stand.

„Wir sind sehr breit aufgestellt“

Mit dem coronabedingten Shutdown und der damit verbundenen Schließung der Bücherei hatte Linda Kotzer einen kuriosen Start. Sie und das Büchereiteam nutzten die Zeit für eine Umgestaltung der Räumlichkeiten. So wurde unter anderem der Bereich „Kinder- und Jugendbücher“ vergrößert. Dafür wurden die Hörbücher zu den Zeitungen und Zeitschriften verlegt. „Wir sind schon sehr breit aufgestellt“, sagt Kotzer.

Die neue Leiterin der Stadtbücherei sieht es als ihre wichtigste Aufgabe an, Kinder für das Lesen zu begeistern. Deshalb wurden auch erste Tiptoi-Bücher angeschafft. „Wir müssen mit der Zeit gehen“, sagt die Leiterin über die interaktiven Lernbücher. Tippt der Leser mit einem speziellen Stift auf ein Bild oder einen Text, erklingen passende Geräusche, Sprache oder Musik.

Überhaupt möchte Linda Kotzer den Stadtbücherei-Betrieb nicht als Einbahnstraße sehen. So sollen die Kunden über die Bücherbox Wünsche für Neuanschaffungen äußern. Der interaktive Kontakt mit den Bürgern ist ihr wichtig, „denn wir sind ein Dienstleister“, betont sie. Auch die Onleihe von E-Books und Hörbüchern ist für sie ein wichtiger Baustein einer modernen Bücherei.

Dollinger: Einrichtung sei Defizit wert

Bürgermeister Josef Dollinger betonte bei der Vorstellung der neuen Büchereileiterin, dass die Einrichtung für Moosburg sehr wichtig und sie deshalb auch das Defizit von rund 250 000 Euro jährlich wert sei. „Wir haben als Mittelzentrum eine Verpflichtung“, sagte Dollinger. Für das Lesen und die Bildung der Menschen aus Moosburg und dem Hinterland greife die Stadt auch gerne tiefer in die Tasche.

Mit dem Neustart nach der coronabedingten Schließung hat die Stadtbücherei neue Abstandsregeln eingeführt und damit auch Laufwege für die Besucher vorgegeben. Besonders intensiv sei der erste Tag der Öffnung mit knapp 700 Ausleihen und rund 1200 Bücherrückgaben gewesen, berichtete das Bücherei-Team. Am Ende dieses Tages habe jede gewusst, was sie getan habe. Mittlerweile habe sich der Betrieb der städtischen Einrichtung am Kirchengäßchen wieder normalisiert. Die Angebote und Öffnungszeiten der Stadtbücherei sind im Internet nachzulesen – unter der Adresse www.moosburg.de/Stadtbuecherei.

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