Bauausschuss gibt Grünes Licht

Moosburg: Metzgerei-Laden bleibt, Lidl und Kaufland dürfen erweitern

Moosburg - Der Bauausschuss hat über die Erweiterung von Lidl und Kaufland in Moosburg entschieden - und einen Neubau auf dem Keller-Areal abgesegnet.

Die Begeisterung im Bauausschuss über die geplante Wohnanlage auf dem Keller-Areal hielt sich zunächst in Grenzen. Anstelle des Stammsitzes der Metzgerei Keller sollen 35 bis 40 Wohnungen entstehen. Einigen schien das Ensemble aus verschiedenen Baukörpern mit unterschiedlichen Dachneigungen zu massiv. Es war von einer Wand, von einem Riegel an der Thalbacher Straße und einer Schlucht die Rede. 

Stadtbaumeister Florian Ernst konnte die Kritik nicht nachvollziehen. Er verwies auf Baukörper, die sich einfügen, die von der Höhe her abebben und sich somit der Umgebung anpassen würden. Am Ende sprach sich der Bauausschuss mit 12:0 Stimmen für die Vorplanungen aus.

Scharfe Kritik an Lidl-Vorhaben

Vergleichsweise uneins war man sich, ob der Discounter Lidl seine Filiale in Degernpoint erweitern darf. Der Ausschuss stimmte einem Antrag, wonach der Supermarkt um 250 Quadratmeter auf knapp 1200 Quadratmeter erweitert werden soll, mit 7:5 Stimmen zu. Kritikern wie Alfred Wagner (UMB) ging die im Antrag auf Vorbescheid beschriebene Baumaßnahme gegen den Strich. „Aus städtebaulicher Sicht der falsche Standort“, lautete sein vernichtendes Urteil. Er sprach sich ausdrücklich dagegen aus. Mehr noch: Wagner vertrat sogar die Ansicht, dass das Vorhaben „wie eine Neuausweisung“ zu behandeln sei. 

„Lidl ist bereits vorhanden“, hielt ihm Bürgermeisterin Anita Meinelt entgegen. Sie zählte zu den klaren Befürwortern des Vorhabens. Wagner ließ indes nicht locker. Discountern in Degernpoint „derart den roten Teppich auszurollen“, sei ein Unding, argumentierte er. Unterstützung erhielt Wagner etwa von Michael Stanglmaier (Grüne), der sich ausdrücklich der Argumentation seines Vorredners anschloss. Etwas anders sah es Martin Pschorr (SPD), der dem Antrag „etwas Positives“ abgewinnen konnte. Schließlich handele es sich um die Erweiterung eines bestehenden Betriebs, wie er sagte.

Kaufland profitiert von Sonderstatus

Als weniger umstritten stellten sich Pläne zur Erweiterung des SB-Warenhauses Kaufland in Degernpoint um 520 Quadratmeter heraus. Für den Supermarkt gilt ein Sonderstatus. Er befindet sich in einem Quartier, das eigens für „großflächigen Einzelhandel“ ausgelegt ist. Der Beschluss, dem Antrag zuzustimmen, fiel einstimmig.

Alexander Fischer

Rubriklistenbild: © dpa

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