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Aus dem Morgenland direkt nach Moosburg: Die Kamele waren natürlich der Blickfang bei dem biblischen Spektakel in der Dreirosenstadt.

„Weihnachtsgeschehen erlebbar machen“

Moosburg liegt im Morgenland: So schön war der Dreikönigszug

Die Magier aus dem Morgenland in Moosburg: Um dem Jesuskind zu huldigen, kamen die Heiligen Drei Könige vor über 2000 Jahren an die Krippe nach Bethlehem. Am Sonntag wurde die Geschichte aus der Bibel wieder lebendig. 

Moosburg – Die Magier aus dem Morgenland in Moosburg: Um dem Jesuskind zu huldigen, kamen die Heiligen Drei Könige vor über 2000 Jahren an die Krippe nach Bethlehem. Am Sonntag wurde die Geschichte aus der Bibel wieder lebendig. Der Verein „Lebende Krippe e.V.“ organisierte den Dreikönigszug von der Thalbacher Straße zum Plan bereits zum sechsten Mal. Große Augen gab es vor allem bei den Kindern, als die Karawane mit Kamelen, Lamas und anderen lebenden Tieren an ihnen vorbeizog. 

„Friert es denn die Kamele nicht?“ wollte die sechsjährige Lisa wissen. „In der Wüste, wo sie leben ist es doch heiß“. Konstantin Klages, der Besitzer der Paarhufer aus dem Mangfalltal, winkte ab. „In der Wüste kann es nachts auch Minusgrade bekommen.“ 37 Tiere leben auf seiner Kamelfarm in Grub, in der Nähe von Holzkirchen im bayerischen Oberland. Rasputin und Ali heißen die die beiden Trampeltiere, die sich gerne von den Kindern streicheln ließen. Kameldame Tamara bot Platz für Pater Vincent Kumar vom Pfarrverband Steinzell. Der Geistliche mimte den Weisen Melchior, der das beeindruckende Spektakulum anführte, das sich gegen halb zwei Uhr von der Thalbacher Straße in Richtung Stadtplatz in Bewegung setzte. Von dort ging es über die Herrnstraße in Richtung Kastulusmünster.

Hoch über dem Plan hatte König Herodes Platz genommen. Ihm zur Seite standen die Fanfarenbläser des Kolpingzugs.

Hoch über dem Plan hatte König Herodes Platz genommen. Er wurde von Kirchenmusiker Stefan Metz verkörpert. Ihm zur Seite standen die Fanfarenbläser des Kolpingzugs. Diese kündigten Kaspar (Marion Vorreiter), Melchior (Pater Vincent Kumar) und Balthasar (Sabrina Petosic) klangvoll an. „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ wollte Herodes von ihnen wissen. Denn auch er wolle dem Kind huldigen. Was natürlich nur ein Vorwand war, wie der neunjährige Michael aus dem Religionsunterricht ganz genau wusste. „Der möchte das Jesuskind töten, weil er König bleiben möchte.“ Die drei Weisen bahnten sich dann den Weg zur Lebenden Krippe im Zehentstadel, gefolgt von der Menschenmenge, die sich am Plan versammelt hatte. Gold, Weihrauch und Myrrhe wurden vor der Krippe abgelegt, wo die Heilige Familie zum Finale vereint mit den Heiligen Drei Königen zu bewundern war.

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„Wir wollen das Weihnachtsgeschehen bewusster und für alle erlebbar machen, betonte Heidi Littman, die Vorsitzende des Verein „Lebende Krippe e.V.“. Dass das auch heuer wieder gelungen ist, davon zeugte der Ansturm: Trotz Nieselregen verfolgten 800 Zuschauer das eindrucksvolle Schauspiel.

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