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Die Wohncontainer stehen: Neben den Baracken hat die Stadt Wohncontainer aufstellen lassen. Jürgen Drzewoscewski (l.) und Andreas Boxhammer verlegen die Anschlüsse.

Hilfe läuft an

Nach dem Brand an der Schlesierstraße: Zeit zu handeln

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Die Hilfe für die Betroffenen des Feuers an der Moosburger Schlesierstraße nimmt Fahrt auf: Erste Spendengelder sind angekommen, auch örtliche Hilfsorganisationen engagieren sich. Und die Stadt arbeitet mit Hochdruck an den Wohncontainern, die als Übergangs-Zuhause dienen sollen.

Moosburg – Monika De Goei schüttelt ungläubig den Kopf, während sie am Dienstag vor der ausgebrannten Baracke an der Schlesierstraße steht. Eigentlich wollte die Vorsitzende des Moosburger VdK-Ortsverbands nebenan nur die Miet-Container besichtigen, die städtische Mitarbeiter gerade bewohnbar machen und mit Versorgungsanschlüssen ausstatten. Aber an der verrußten Ruine kommt man nicht vorbei, ohne innezuhalten. 

Zeigt sich betroffen vom Brand an der Schlesierstraße – und wurde aktiv: die Moosburger Ortsvorsitzende des Sozialverbands VdK Monika De Goei (65).

Dabei ist De Goei gar nicht der Typ, der lange mit dem Schicksal hadert. Die 65-jährige Ortschefin des Sozialverbands handelt lieber. „Als wir von den Betroffenen erfuhren, haben unser Orts- und Kreisverband spontan Gelder zur Verfügung gestellt. Damit wollen wir jetzt dafür sorgen, dass die Menschen für den Neuanfang gut ausgestattet sind.“

Die Container sind schon bald bezugsfertig

Während der Verein Tante Emma Kleider bereitgestellt hat, will der VdK bei der übrigen Grundausstattung helfen. Monika De Goei: „Wir sammeln am Donnerstag, 11. Mai, von 10 bis 13 Uhr Sachspenden bei uns im Büro (Thalbacherstrasse 8). Gebraucht werden Hygieneartikel, Rasierzeug, Wasch- und Spülmittel und ähnliche Dinge.“ Möbel wolle man erst dann organisieren, wenn klar sei, wie groß der Platz in den Containern und ab November in der neuen Obdachlosenunterkunft sei. Dort soll die Zeit bis zur Fertigstellung neuer Sozialwohnungen überbrückt werden. „Alles Weitere muss noch erörtert werden“, sagt De Goei.

Zeigt sich betroffen vom Brand an der Schlesierstraße – und wurde aktiv: die Moosburger Ortsvorsitzende des Sozialverbands VdK Monika De Goei (65).

Am Dienstagvormittag wurden parallel alle Bewohner der zerstörten Baracke ins Rathaus eingeladen. Bürgermeisterin Anita Meinelt überreicht dort acht Kuverts mit jeweils 250 Euro Soforthilfe für jeden Betroffenen. Das Geld stammte aus der FT-Aktion „Menschen in Not“. „Ich hoffe, Sie haben den ersten Schock nach dem Brand schon überwunden“, drückte Meinelt ihr Mitgefühl aus. Und sie versprach, dass die Container bald bezugsfertig seien. „Die Anschlüsse sind in zwei Tagen verlegt.“ Dann sprach Meinelt noch der Pfrombacher Firma ELA Container einen großen Dank aus. Dort habe man auf die Bitte der Bürgermeisterin prompt reagiert und trotz der derzeit knappen Verfügbarkeit Wohncontainer organisiert.

Hier können Leser spenden

Aktion „Menschen in Not“
Konto 190, Sparkasse Freising
IBAN: DE5770 0510 0300 0000 0190
BIC: BYLADEM1FSI.

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