Bereits am Dienstag war eine Spedition mit einem Sattelzug vor Ort in Ahrbrück. Auf den Auflieger wurde alles für den Transport nach Moosburg verstaut.
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Bereits am Dienstag war eine Spedition mit einem Sattelzug vor Ort in Ahrbrück. Auf den Auflieger wurde alles für den Transport nach Moosburg verstaut.

Neun Wochen lang Trinkwasser aufbereitet

Navis sagt Servus: „Wasserengel aus Bayern“ beenden Einsatz in Ahrbrück

Neun Wochen lang waren die Mitglieder der Moosburger Hilfsorganisation Navis im Hochwassergebiet Ahrbrück im Einsatz. Nun kehren die Helfer aus dem Krisengebiet zurück.

Landkreis – Navis die Hilfsorganisation aus Moosburg, hat nach mittlerweile neun Wochen den Einsatz zur Trinkwasseraufbereitung in Ahrbrück im Landkreis Ahrweiler beendet. Nachdem der zuständige Versorger, die Stadtwerke Bonn, in der vergangenen Woche Ahrbrück und die Ortsteile wieder regulär an das Trinkwassernetz angeschlossen haben, wurden bereits mit Team 8 die ersten Trinkwasseraufbereitungsanlagen außer Betrieb genommen.

Die Mannschaft mit Teamleiter Christian Gürster, Stefan Unger, Georg Schuberthan und Karl Kohn kehrte am Samstag nach Moosburg zurück und wurde mit einem Blumenstrauß vom Navis-Vorsitzenden Wolfgang Wagner begrüßt.

Knapp sieben Millionen Liter Trinkwasser produziert

Team 9 mit Leiter Alex Schrafstetter, Rita Gaissmaier und Johann Niedermeier startete bereits letzten Freitag nach Ahrbrück und hatte begonnen, das komplette Equipment einzupacken und für den Heimtransport vorzubereiten. Bereits am Dienstag war eine Spedition mit einem Sattelzug vor Ort, und alles wurde für den Transport nach Moosburg aufgeladen. Navis hat in der Zeit seit dem 18. Juli knapp sieben Millionen Liter Trinkwasser produziert und konnte den betroffenen Einwohnern in Ahrbrück in dieser für sie sowieso bereits schwierigen Zeit ein ganzes Stück Lebensqualität bereitstellen.

Abschied: Die Helfer sagten „Servus“ vor der Abfahrt. Links: Pfarrerin Claudia Rössling-Marenbach.

Neben der Trinkwasserversorgung haben die ehrenamtlichen Helfer aus Bayern auch intensiv beim Aufbau notwendiger Infrastruktur unterstützt, sei es bei der Fehlersuche im Leitungsnetz oder auch bei dem Aufbau und der Versorgung von Duschanlagen für die Bevölkerung und die Helfer.

Vorsitzender Wolfgang Wagner dankt allen Beteiligten und betont: „Zahlreiche Besucher des Navis-Camps aus der Region haben sich äußerst lobenswert über unser Engagement geäußert, haben spontan Spenden übergeben, oder einfach auch das jeweilige Team mit Kuchen, Getränken und sonstigen Leckereien versorgt. Der Ausdruck ,Die Wasserengel aus Bayern‘ kam nicht von ungefähr.“ Die nächsten Tage gelten jetzt der Nachbereitung der Aktion.  

Die Hilfsorganisation Navis ist den Flutopfern in Westdeutschland zur Seite gestanden. Jetzt bekommt der Moosburger Verein Geld aus Zolling.

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