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Die Bürgerinitiative „Hochwasserschutz für die Isarsiedlung“ hat die Anwohner auf den aktuellen Stand gebracht.

Moosburg

Hochwasserschutz für Isarsiedlung: Bei der Bürgerinitiative keimt neue Hoffnung

Wie geht es voran in Sachen Hochwasserschutz für Moosburgs Isarsiedlung? Auch wenn es zuletzt ruhig um das Thema war - die Bürgerinitiative ist sehr umtriebig.

Moosburg – Am Nadelöhr ist es am Schlimmsten: Dort, wo die Amper in die Isar fließt, steigt bei Hochwasserereignissen rundherum das Grundwasser. Die Anwohner der Isar- und der Tiefenbachstraße in der Moosburger Isarsiedlung können ein Lied davon singen. Seit Jahren kämpfen sie für vorbeugende Maßnahmen. Die Umsetzung wurde bis heute nicht realisiert. Seit Montag besteht erneut Hoffnung: Die Stadt will die Planung selbst in die Hand nehmen.

Als BI-Sprecher Manfred Brummer am Donnerstagabend den Anliegern im volbesetzten Nebenraum des Gasthauses Zur Länd noch einmal in Erinnerung rief, was in den vergangenen drei Jahren hinsichtlich der Binnenentwässerung Isarstraße vorangegangen sei, fühlte man sich an den Karl-Valentin-Sketch „Buchbinder Wanninger“ erinnert. Bereits im Januar 2009 hatten die Anrainer ein Schreiben vom Wasserwirtschaftsamt München erhalten. Die Behörde wies darauf hin, dass die Defizite in Bezug auf ansteigendes Grundwasser infolge von Hochwasser mit einer Binnenentwässerung entlang des landseitigen Deichfußes zu beheben seien. Eine Verrohrung des Damms mit 40- Zentimeter-Drainagerohren sollte erfolgen. Ein Finanzierungsentwurf wurde im Oktober 2016 von Seiten der Regierung von Oberbayern genehmigt.

Es brauchte völlig neue Hochwasser-Berechnungen

Die Vorstellung der Ergebnisse zur Standsicherheit des Damms von Seiten des Wasserwirtschaftsamts ließ jedoch auf sich warten. Waren diese für den Sommer 2017 angekündigt, so wartete man bis zum Herbst vergebens. Erst als man sich im November 2017 mit der Bitte um Hilfe an die Verwaltung im Rathaus wandte, sei Bewegung in die Sache gekommen, erzählte Brummer. „Die Bürgermeisterin hat sich dahinter geklemmt“, lobte der Sprecher.

Doch bei einem im Mai 2018 anberaumten Termin zwischen den Stadtwerken, dem WWA, der Stadt und der Bürgerinitiative habe sich Ernüchterung eingestellt. „Die Planungen waren bis dahin auf ein 100-jähriges Hochwasserereignis ausgelegt“, erinnerte Brummer. Außerdem habe es komplett neue Ansprechpartner gegeben. Eine erneute Berechnung auf ein einjähriges Hochwasserereignis folgte.

Erst im September 2018 wurde ein erneuter Termin zwischen den Parteien vereinbart. Und wieder habe die Bürgermeisterin angeschoben. Man habe sich mit Mitarbeitern der Regierung von Oberbayern getroffen und diese aufgefordert, eine Lösung mit einer Rohrleitung von größerem Durchmesser erarbeiten zu lassen. Im Juni 2019 wurde nach einem weiteren Hochwasserereignis in der Siedlung nochmals nachgehakt. Man sei wieder vertröstet worden, so Brummer. „Wir waren verzweifelt.“

Positive Meldung: Neuer Lösungsvorschlag steht im Raum

Eine überraschende Wendung sei am Montag dieser Woche erfolgt. Die Stadt und das WWA stellten einen Lösungsvorschlag vor, um die Sache in die Regie der Rathausverwaltung übergeben zu können. Angedacht sei dabei, das Oberflächenwasser über einen Graben in den bestehenden Tiefenbach zu leiten. Der Tiefenbach sei ein Gewässer dritter Ordnung, so dass die Stadt die Planung in die Hand nehmen dürfe. Damit werde man ein Stück weit unabhängig vom „Behörden-Ping-Pong“, meinte Brummer.

Gleichzeitig wolle man aber die Stadtwerke München als Besitzer des Areals nicht aus der Pflicht nehmen. Man werde darauf bestehen, die Verrohrung des Damms weiter voranzutreiben. Mit der Stadt sei man im positiven Austausch, bekräftigten auch die beiden anderen Sprecher der BI, Martin Stapff und Martin Deutinger. Man habe erfahren, dass bereits Mittel in den Haushalt eingestellt worden seien und mit den Planungen im Januar oder Februar begonnen werden solle.

Maria Martin

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