Draufsicht aus der Vogelperspektive mit dem rot eingerahmtem Grundstück.
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Da soll sie situiert werden: Die neue Montessori-Schule in Moosburg (rot eingerahmt).

Feldkirchen-Areal besonders gut geeignet

Moosburg: Neue Montessori-Schule kommt - und zwar an neuen Standort

  • vonNico Bauer
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Das war einmal die ganz große Änderung: Der Standort für die künftige Montessoris-Schule wurde gewechselt. Die Stadt setzt auf eine Fläche bei Feldkirchen.

Moosburg - Eigentlich lag ein Vorbescheid-Antrag für das Grundstück nahe des Stalag-Denkmals vor, den der Montessori-Verein nunmehr zurückgezogen hat. Bürgermeister Josef Dollinger (FW) machte in der jüngsten Sitzung deutlich, dass der Stadtrat den Antrag hätte ablehnen müssen. Zuletzt gab es Fortschritte, weil sich der neue Landrat Helmut Petz eine Baugenehmigung vorstellen konnte.

Wegen Verkehr keine Lösung in Sicht

Dennoch blieben große Probleme bei der Verkehrserschließung, für die noch keine Lösungen in Sicht waren. Genau hier kommt nun das Grundstück ins Spiel, das nahe an dem Ortsteil Feldkirchen liegt. Die Fläche ist nicht weit von der Moosburger Umgehung entfernt und eine Straße führt direkt an dem landwirtschaftlichen Feld auch vorbei. Damit wäre die Verkehrserschließung perfekt. Nur hat die Fläche den Nachteil, dass sie im Landschaftsschutzgebiet liegt.

Ohne Landkreis geht nichts

Bürgermeister Josef Dollinger sieht diese Aufgabe als lösbar an, „weil da bisher ein Maisfeld war“. Klar ist aber auch, dass die Moosburger in puncto neue Standort-Idee nichts ohne den Landkreis tun können. Der Kreistag muss beschließen, dass dieses künftige Schulgrundstück aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen erden muss. Hierfür appellierte der Rathauschef an seine Stadträte, die teilweise selbst im Kreistag sitzen oder eben über ihre Gruppierungen enge Kontakte zu den Entscheidern haben.

Besonderer Charme von Feldkirchen

Dollinger ist guter Dinge, dass dieser Weg gangbar ist. Mit dem Baurecht auf dem Grundstück wäre dann die einzige so richtig hohe Hürde übersprungen. Der Moosburger Bürgermeister betonte den besonderen Charme bei Feldkirchen, weil dort nicht allzu weit weg in den nächsten Jahren eine dritte Grundschule geplant werde. In einigen Bereichen wie beispielsweise der Nutzung von Sportanlagen könnten die beiden Schulen einige Synergieeffekte erzielen.

Chance für baldige Realisierung

Martin Pschorr (SPD) sieht bei Feldkirchen auch die Chance für eine baldige Realisierung. Er erinnerte daran, dass das betrachtete Grundstück schon einmal Baurecht für neue Sportanlagen gehabt habe. Rudolf Heinz (CSU) sieht die Erschließung über die Straßen als den ganz massiven Pluspunkt.

Es gab aber auch eine kleine Diskussion über den Grundstückswechsel. Johannes Becher (Grüne) zeigte sich überrascht und betonte, dass sich seine Fraktion noch mit Oberreit auseinandergesetzt habe. Das ließ Dollinger so nicht gelten und hielt dagegen, dass die Fraktionsvorsitzenden über die neuen Entwicklungen informiert worden seien. Das Team der Montessorischule Moosburg informierte in einem Newsletter und zeigte sich vorsichtig optimistisch. Man sah das Zeichen, dass der Stadtrat die Schule realisieren möchte – und das liebe heute als morgen.

Montessori-Familie freut sich auf neuen Ortstermin

Allerdings weckt die neue Diskussion über die Feldkirchener Fläche auch böse Erinnerungen. Vor rund zwei Jahren hatte man einen Standort im Gemeindegebiet Wang im Blick, wo genau die Herausnahme des Grundstücks aus dem Landschaftsschutzgebiet scheiterte. Doch jetzt freut sich die Montessori-Familie erst einmal auf einen Ortstermin mit den Stadträten an dem neuen Ort der Hoffnungen.

Möglicherweise könnten die Moosburger schon heuer die ersten Bahnen im neuen Hallenbad ziehen. Die Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenplan. Das Farbkonzept sorgte aber für Gesprächsbedarf.

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