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Auf einen Becher Glühwein auf den Christkindlmarkt - in Moosburg wird das heuer nicht möglich sein.

Schwere Entscheidung der Stadtverwaltung

„Nicht mehr zu verantworten“: Moosburg sagt Christkindlmarkt ab - Advent-Events weiterhin geplant

  • Andrea Hermann
    VonAndrea Hermann
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Die aktuelle Corona-Situation zwingt die Stadt Moosburg dazu, den Christkindlmarkt abzusagen. An den Auftritten des Christkinds möchte man indes festhalten.

Moosburg - Für Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger ist es „aufgrund der derzeitigen Pandemieentwicklung nicht mehr zu verantworten, guten Gewissens unseren Christkindlmarkt zu veranstalten“. Deshalb wurde dieser am Montagnachmittag offiziell abgesagt. „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, ich denke aber, dass es zur Sicherheit unserer Bürger/innen notwendig ist, jetzt zu handeln und dass dies auch verstanden wird.“

Dollinger weiß: „Das Geschehen hat sich in der vergangenen Woche dramatisch zugespitzt: Neben den wahnsinnig hohen Inzidenzen ist auch unser Freisinger Krankenhaus in der Situation, keine Intensivpatienten mehr aufnehmen zu können. Am Wochenende musste ein Patient bis nach Bozen verlegt werden, weil in Freising kein Platz mehr zur Verfügung stand. Bleibt nur zu hoffen, dass keine weiteren Patienten mit lebensbedrohenden Erkrankungen oder Unfallopfer einen Intensivplatz benötigen.“

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Die Absage des Christkindlmarkts, der am 4./5. und 11./12. Dezember am Zehentstadel stattfinden hätte sollen, hat auch Auswirkungen auf den „Moosburger Advent“: Das Moosburger Christkind, das vor wenigen Tagen vorgestellt worden ist, wird einige Termine weniger haben. Doch man hofft bei der Moosburg Marketing eG, dass man an den geplanten Advent-Veranstaltungen festhalten kann. So soll Winona Penker, die heuer das Christkind verkörpert, am 27. November den Moosburger Advent eröffnen. Zudem hoffen die „Weihnachtsmacherinnen“ um Erni Pichler, dass man auch die geplanten Aktionen und Veranstaltungen durchführen kann - mit Abstand, Maske und unter Einhaltung aller Vorgaben.

So ist etwa für den 18. Dezember ein außergewöhnliches Event geplant: Passend zum Motto „Weihnachten anno dazumal“ soll die Innenstadt in die Zeit um 1850 zurückversetzt werden. „Ein buntes Straßentreiben mit Musikgruppen, Marktständen und zeitgemäß gekleideten Akteuren erwartet die Besucher“, heißt es seitens der Moosburg Marketing eG.

Auch wenn sich die Corona-Situation immer weiter zuspitzt, möchte die Moosburg Marketing eG am Moosburger Advent und den Veranstaltungen festhalten. „Wir wollen das gerne machen und dadurch für ein bisserl Normalität sorgen“, sagte Marketing-Projektleiterin Ann-Kathrin Maier auf FT-Nachfrage. Ob die Veranstaltungen dann tatsächlich so stattfinden können, hänge von den dann gültigen Corona-Regeln und -Auflagen ab.

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