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Stadtratskandidaten der ÖDP Moosburg: (von links) Leonard Kästl, Gabriele Faltermaier, Gerhard Mai, Daniela Zangl, Spitzenkandidat Jörg Kästl, Stefanie Rautenberg, Dirk Schröder und Walburga Schönauer.

Nominierungsversammlung der Moosburger ÖDP

Jörg Kästl will Bürgermeister werden

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Die ÖDP hat die Karten auf den Tisch gelegt und setzt voll auf ihren Trumpf Jörg Kästl. Bei der Nominierungsversammlung bekam der Vorsitzende des Ortsverbands einstimmig das Votum als Bürgermeisterkandidat.

Moosburg – Jörg Kästl sitzt seit sechs Jahren im Stadtrat – aktuell noch als Einzelkämpfer. Für die nächste Wahlperiode möchte er Teil einer echten Fraktion sein. Selbstbewusst formulierte er das Ziel, „dass wir mit zwei bis drei Leuten in den Stadtrat einziehen“. Er selbst würde auch gerne als Bürgermeister an der Spitze des Gremiums stehen und kandidiert wieder, wie auch schon vor sechs Jahren. Es war keine Überraschung, dass Jörg Kästl auch die Liste anführt. „Wir können Erfolge vorweisen“, gab sich Kästl selbstbewusst.

Vor einem Beschluss auch mal die Bürger fragen

Der 49-jährige Vater von zwei Kindern (21 und 17 Jahre) arbeitet als Krankenkassenfachwirt in München und kann seine Erfahrungen als klassischer München-Pendler in die Diskussion einbringen. „Wichtig sind Vernunftentscheidungen bei der Kommunalpolitik für Moosburg“, betonte Kästl. Der Moosburger Finanzreferent sieht an vielen Stellen Verbesserungspotenzial für die Stadt – von einer effektiveren Bürgerbeteiligung bis zu einem strategischen (Finanz-)Konzept für die kommenden Jahre. Als Beispiel nannte er das geplante Hallenbad mit 12,4 Millionen Euro Bau- und später enormen Unterhaltskosten: „Wenn wir so viel Geld in die Hand nehmen und die Bürger dann weiterhin in die Bäder nach Erding oder Landshut fahren, dann wäre das schlecht.“ Deshalb sollten vor solchen Entscheidungen die Moosburger gefragt werden, was sie sich wünschen.

Jörg Kästl sieht die ÖDP in Moosburg mittlerweile auf einem anderen Niveau als 2014, „denn da mussten wir Unterschriften sammeln, um überhaupt antreten zu können“. Jörg Kästl verbrachte etliche Stunden auf der Straße, damit die ÖDP die Hürde überspringen konnte und erstmals antreten konnte. Mit ihm als Stadtrat entfällt dieses Prozedere. Die Partei habe immer wieder zu Bürgergesprächen eingeladen, bei denen auch Nichtmitglieder Meinungen und Ideen einbrachten.

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