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In Moosburg entdeckten Schüler eine Pistole in der Amper und riefen Polizei, Wasserwacht und Feuerwehr auf den Plan.

Polizei ermittelt

Schüler entdecken Pistole in der Amper: Was steckt hinter dem mysteriösen Waffenfund?

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Weil Kinder eine Waffe in der Amper entdeckt hatten, rückten am Mittwoch Feuerwehr, Wasserwacht und die Polizei zu dem Fluss aus. Sie stehen nun vor einem Rätsel.

Moosburg - Die Schüler dürften ihren Augen nicht getraut haben: Als Buben am Mittwochmittag gegen 13 Uhr auf einer Fußgängerbrücke in Moosburg über die Amper spazierten und ins Wasser hinabblickten, fiel ihnen plötzlich der Umriss einer Pistole auf dem Grund des Flusses auf. Ein Zwölfjähriger reagierte völlig richtig - und verständigte die örtliche Polizei.

Wenig später wimmelte es rund um die Amperbrücke am nordwestlichen Stadtrand nur so von Einsatzkräften: Polizisten begutachteten die Örtlichkeit, während Ehrenamtliche der Feuerwehren Moosburg und Wang ein Boot zu Wasser ließen. „Die Waffe war von der Brücke aus gut zu erkennen“, berichtet Moosburgs 2. Feuerwehrkommandant Franz Jantschy unserer Zeitung von den ersten Eindrücken vor Ort. 

Von der Fußgängerbrücke aus sicherten Feuerwehrkräfte ihre Kameraden im Boot.

Da die Pistole jedoch in kiesigem Untergrund gesteckt habe und der Wasserpegel an der betreffenden Stelle zu hoch gewesen sei, reichten die Wathosen der Feuerwehr nicht aus. „Zwei Helfer von der Wasserwacht haben das dann übernommen - mit Neoprenanzügen.“

Ermittlungen zum Pistolen-Fund in der Amper laufen

Als wenig später die Polizisten am Ufer die Pistole in Empfang nahmen, hatten sich neben den Feuerwehrleuten auf der Brücke bereits zahlreiche Schaulustige eingefunden. Die drängendste Frage lautete zunächst: Handelt es sich um eine echte Waffe? 

Ein Polizist stellt die gefundene Pistole aus der Amper sicher.

Dies konnte zunächst nicht beantwortet werden. Da sie sich augenscheinlich seit längerer Zeit im Wasser befunden habe, „konnten wir die Echtheit noch nicht ohne Weiteres feststellen“, erklärte am Nachmittag ein Sprecher der PI Moosburg. Auch zu möglichen vermissten Waffen, auf deren Beschreibung das Fundstück passen könnte, gab es noch keine Erkenntnisse.

Feuerwehr-Kommandant ist wenig begeistert vom Einsatz

Wie der Sprecher weiter mitteilte, werden nun nähere Nachforschungen in Gang gesetzt und Waffen-Spezialisten hinzugezogen. Die Ermittlungen zur Echtheit und Herkunft der Pistole sowie eventuelle Zusammenhänge mit Verbrechen dürften laut Moosburger Polizei von der Kripo Erding oder dem Landeskriminalamt übernommen werden.

Als kleine Zugabe zogen die Helfer noch ein Fahrrad aus der Amper.

Nachgefragt bei Feuerwehrkommandant Franz Jantschy, ob der Vorfall immerhin eine willkommene Übung mit dem Einsatzboot gewesen sei, erwiderte dieser: „Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Wir sitzen ja tagsüber alle in der Arbeit und müssen dann wegen so etwas alles stehen und liegen lassen.“

Immer wieder entdecken Privatpersonen gefährliche Gegenstände in Gewässern der Region. Für großes Aufsehen hatte etwa ein junger Magnetfischer gesorgt, der bei Moosburg eine Granate aus dem Wasser zog.

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