Die Polizei sprengte die illegale Zusammenkunft. (Symbolbild)
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In einer Moosburger Shisha-Bar verloren zwei Mädchen mehrfach das Bewusstsein. Symbolbild

Betreiber bekommt Anzeige

Zwei Mädchen (17) verlieren in Shisha-Bar das Bewusstsein - Polizei räumt Lokal

Zwei Mädchen verloren in einer Shisha-Bar mehrfach das Bewusstsein. Die Hintergründe sind unklar. Der Betreiber wird sich jedoch verantworten müssen.

  • In einer Shishabar sind zwei Mädchen bewusstlos geworden.
  • Zunächst wurde eine Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutet.
  • Doch es gab noch ein anderes Problem.

Moosburg – In einer Moosburger Shisha-Bar ist es in der Nacht zum Samstag (3. Oktober) zu einem Rettungseinsatz gekommen. Weil dort zwei 17-jährige Besucherinnen kurz vor Mitternacht über Schwindel klagten und anschließend mehrfach das Bewusstsein verloren, riefen weitere Gäste der Lokalität den Rettungsdienst, der umgehend anrückte.

Shisha-Bar Moosburg: Mädchen wurden bewusstlos

Nach der Erstversorgung lag der Verdacht einer Kohlenmonoxid-Vergiftung nahe. Dies ist in Shisha-Bars keine Seltenheit. Der eingefüllte Tabak wird in der Wasserpfeife nicht direkt verbrannt, sondern bei niedrigen Temperaturen mit Hilfe der Wasserpfeifenkohle erhitzt. Bei der Verbrennung der Kohle entsteht das unsichtbare und hochgiftige Kohlenmonoxid. Immer wieder kommt es deshalb in den Bars zu Einsätzen, weil Menschen Schwindel und Übelkeit verspüren, Kopfschmerzen bekommen oder das Bewusstsein verlieren.

Polizei und Feuerwehr räumten deshalb vorsorglich die Bar. „Nach Überprüfung konnten lediglich in einem Nebenraum leicht erhöhte Werte festgestellt werden, weshalb die Räumung des gesamten Gebäudes nicht notwendig war“, schreibt die Polizei.

Bewusstlose Mädchen in Shisha-Bar: Anzeige für Betreiber

Warum die beiden Mädchen Schwindelanfälle erlitten, wird derzeit ermittelt. Der verantwortliche Betreiber muss aber mindestens mit einer Anzeige nach dem Jugendschutzgesetz rechnen. Das Rauchen von Shishas ist, zumindest im öffentlichen Raum, erst ab 18 Jahren gestattet. Demnach hätten die beiden Mädchen die Wasserpfeife gar nicht kaufen und damit rauchen dürfen.

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