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Es geht um viel Geld: Amt sendet dringenden Hinweis an von Hagel betroffene Landwirte

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Dunkle Gewitterwolken über einem Feld
Bei den schweren Unwettern im Landkreis Freising, speziell im Raum Moosburg, entstanden auch viele Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen. (Symbolbild) © Andreas Rosar/picture alliance/dpa

Ein Unwetter hat am Montag nicht nur in der Stadt Moosburg gewütet, sondern auch ringsherum auf Agrarflächen. Betroffene Landwirte sollten nun Wichtiges beachten.

Moosburg - Das Unwetter vom Montagnachmittag dauerte nur wenige Minuten, doch die freigesetzten Kräfte reichten aus, um in der Region Moosburg sowie Teilen der Hallertau schwere Verwüstungen anzurichten. Unter anderem hat ein massives Hagelereignis viele landwirtschaftliche Kulturen zerstört. Das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg-Erding wendet sich nun mit einem dringenden Hinweis an alle betroffenen Bauern.

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Denn in der Folge des Hagelschadens rund um Moosburg würden nun Flächen umgebrochen oder aus der Nutzung fallen. „Mancherorts muss auch angefallenes Sturmholz darauf gelagert werden“, berichten die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Ihre Warnung: „All das kann zu förderrechtlichen Verwerfungen führen: Wird eine Fläche vor dem 23. Juni 2022 umgebrochen, um eine Folgekultur zu säen, ändert das die Hauptfrucht.“ Dies habe negative Auswirkungen auf die vorgeschriebene Anbaudiversifizierung oder auf Programme, bei denen eine gewisse Fruchtfolge vorgeschrieben ist.

Nach Unwetter in Moosburg: Landwirten drohen Probleme

Eine Ausnahme gelte für Mais, so das AELF: „Mais ist förderrechtlich betrachtet immer Hauptfrucht, egal ob Erst- oder Zweitfrucht.“ Um insgesamt Probleme zu vermeiden, sei es laut dem Amt wichtig, erst nach dem 23. Juni 2022 umzubrechen. Außerdem rate man dringend dazu, den Hagelschaden vorab mit Fotos zu dokumentieren.

Weitere Probleme können sich laut Mitteilung draus ergeben, „dass in Folge des Hagelereignisses zum Beispiel die rechtlich vorgeschriebene Ernte nicht oder zu früh stattfindet (großkörnige Leguminosen); auf Maisflächen werden möglicherweise keine Trichogramma zur biologischen Bekämpfung des westlichen Maiswurzelbohrers mehr ausgebracht, weil der Mais zerstört ist.“

Betroffenen Bauern drohen Förderkürzungen - AELF klärt auf

Bei starken Sturmschäden im Wald müssten unter Umständen die vorgeschriebenen ökologischen Vorrangflächen als Holzlagerplatz genutzt werden. All das könne Förderkürzungen zur Folge haben. Um solche Kürzungen und andere Probleme zu vermeiden, sollten Landwirte, bei denen sich die Kultur aufgrund des aktuellen Hagelereignisses ändert, binnen 15 Tagen nach dem Schadereignis „Höhere Gewalt“ anmelden und die Nutzungsänderung, die vorzeitige Ernte usw. mitteilen. Dies ist laut den Verantwortlichen schnell und unbürokratisch unter der Internetanwendung „iBalis“ möglich. Weitere Informationen finden betroffene Landwirte auf der Homepage des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding.
ft

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