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Stargast auf der Bühne: Youtube-Creator Marco Risch (r.) beantwortet Fragen von Schülern, die durch die Initiative #NichtEgal zu Mentoren ausgebildet wurden.

Initiative #NichtEgal

Youtube-Star zeigt Moosburger Schülern: So gelingt Respekt und Toleranz im Netz

Youtube-Star im Moosburger Gymnasium: Mit der Initiative #NichtEgal klärt Marco Risch über Toleranz und Wertschätzung auf - und zeigt, wo die Grenzen liegen.

Moosburg – „Wer von euch guckt denn regelmäßig Youtube-Videos?“ So gut wie jeder der anwesenden Schüler des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums hebt die Hand. Klar, das Internet und Plattformen wie Instagram und Youtube sind für die Sieben- und Achtklässler keine Fremdwörter. Optimale Voraussetzungen, um den Schülern die Initiative #NichtEgal vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren. Am Dienstag fand die Aktion im Moosburger Gymnasium statt. Das Projekt, initiiert von Youtube selbst sowie acht Medien- und Bildungsagenturen, setzt sich für eine friedliche Debattenkultur im Alltag sowie im Netz ein.

Bundesweit werden zunächst Schülermentoren in Workshops ausgebildet, die ihr erlerntes Wissen daraufhin an ihre Mitschüler weitergeben. Rund 60 Schulen machen mit, knapp 10 000 Kinder werden mit dem Projekt angesprochen. Der Tag an der Schule wird von medienpädagogischen Facheinrichtungen koordiniert, im Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium war das „SIN-Studio im Netz“ aus München tätig.

Die Schüler des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums bringen sich bei der Veranstaltung aktiv ins Gespräch ein.

Es erscheint ein bekanntes Gesicht auf der Leinwand, und noch eins. Alles Youtube-Creator, die Schüler kennen jeden. Sie hören zu, was die Stars aus dem Netz in dem #NichtEgal-Kampagnenvideo zu sagen haben. Zu Themen wie der richtigen Wortwahl, einer positiven Kommunikation, Hasskommentaren und Cybermobbing.

Was ist im Netz in Ordnung - und was strafbar?

Marco Risch vom Kanal „Nerdkultur“ ist auch so ein Youtube-Creator. Er steht in der Aula und beantwortet ganz offen die Fragen der Gymnasiasten. Sie verstehen sofort, um was es hier geht, kennen jeden Begriff, jeden Namen und jede Funktion, die angesprochen werden. Dass die Sätze, die sie ins Netz tippen, etwas anrichten können, wissen die Schüler. Die eigene Meinung im Netz zu äußern ist nicht automatisch zu verurteilen, aber wo liegen die Grenzen? Was ist in Ordnung, was nicht beziehungsweise gar strafbar? „Jeder muss entscheiden, was für einen persönlich okay ist“, sagt Kathrin Walter von „SIN-Studio im Netz“. Dort, wo das Gesetz noch nicht greife und Hass im Internet stattfinde, seien die Kinder aufgerufen, selbst zu handeln – natürlich ohne sich in Gefahr zu bringen.

Die Schüler wachsen mit dem Internet auf, so ziemlich jeder hat ein eigenes Smartphone. Mit der Initiative #NichtEgal wurden sie nun nicht nur aufgeklärt, sondern auch ermutigt, ihre Stimme im Netz sinnvoll zu nutzen. Zum Schluss dürfen die Kinder in Workshops ihr persönliches Youtube-Video drehen. Das Thema: „Was brauchst du, um dich im Netz wohlzufühlen?“ So können die Gymnasiasten einmal selbst vor der Kamera stehen, ganz wie ihre Vorbilder.

Nächster Halt der Initiative: Die Kastulus-Realschule Moosburg 

Am Mittwoch, 28. November, ist die Initiative #Nicht-Egal in der Kastulus-Realschule Moosburg zu Gast. Referent dort ist der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Becher.

Mia Sellmair

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