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Freisings Innungsbeste: (v. l.) IHK-Präsident Franz Xaver Peteranderl, Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt und Kreishandwerksmeister Martin Reiter (r.) gratulierten Bäcker Peter-Peer Wagner, Friseurin Veronika Bausewein, Schreiner Tobias Engel und Zimmerer Manuel Küß zu ihrem erfolgreichen Abschluss.

Freisprechungsfeier in der Moosburger Schäfflerhalle

Die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit

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Das Handwerk ist gefragt – in all seinen Facetten. Deshalb wurden 54 junge Menschen am Samstag in der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft vor allem zu ihren Zukunftsperspektiven beglückwünscht. In der Moosburger Schäfflerhalle bekamen die Gesellen ihre Zeugnisse überreicht.

Moosburg – Kreishandwerksmeister Martin Reiter gratulierte den Gesellen, die drei bis dreieinhalb Jahre Ausbildung hinter sich haben: Von 61 Teilnehmern der Sommerprüfungen haben 54 das Ziel erreicht. Das gibt eine erfreuliche Erfolgsquote von 89 Prozent. Nicht ohne Stolz sagte Reiter, dass das Handwerk im Landkreis Freising nicht nur zu den größten Steuerzahlern gehört, sondern die meisten Azubis hat. Mit 252 neuen Lehrverträgen liegt das Handwerk heuer wieder etwas über dem Vorjahr (225).

Reiter bedauerte, dass das Handwerk oft nicht begeistert von Eltern gesehen werde. „Mit einer Berufsausbildung als Hintergrund hat man hervorragende Aufstiegs- und Karrierechancen“, betonte der Freisinger Kreishandwerksmeister. „Wohin wir schauen, erhalten wir Bewunderung und Lob für das duale Ausbildungssystem.“ Die Meisterqualifikation im Handwerk sei mittlerweile mit dem Beruf eines Akademikers gleichgestellt.

„Ich gratuliere Ihnen allen zur Berufswahl“, sagte Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt. „Denn jeder braucht das Handwerk.“

Auch Landrat Josef Hauner betonte stolz, dass es im Landkreis Freising mehr als 10 000 Handwerker gebe, die zu einem gesunden Branchenmix beitragen würden und ein Eckpfeiler seien für die „prächtig aufgestellte“ Wirtschaft im Landkreis Freising, der den vierten Platz belegt unter den 71 bayerischen Landkreisen. „Im Gegensatz zur Region Ingolstadt oder Niederbayern sind wir nicht von einem großen Unternehmen abhängig“, sagte Hauner. Das Handwerk sei dahingehend ein Eckpfeiler für den gut aufgestellten Landkreis, „denn eine gute Ausbildung für junge Leute ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“.

Die Politik war mit einer beeindruckenden Masse gekommen in Person zahlreicher Bürgermeister. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei, war ebenfalls anwesend. Er erinnerte daran, dass es in anderen Ländern Europas unter jungen Menschen teilweise eine Arbeitslosenquote von 50 Prozent gebe. Er fand den Gedanken „erschreckend“, dass in diesem Vergleich die eine Hälfte der Halle aus Menschen ohne eine gute Zukunftsperspektive dastehen würde.

Von solchen Zuständen sind Schulabgänger meilenweit entfernt. Nicht nur Franz Xaver Peteranderl, der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, erinnerte daran, dass die Handwerksbetriebe in der Region weiterhin händeringend nach Auszubildenden und Mitarbeitern suchen würden. Die Gesellen 2019 konnten mit dem Zeugnis in der Hand das gute Gefühl genießen, für die Zukunft beste Perspektiven zu haben.

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