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Hatte ein Händchen für Musik und Menge: DJ Florian Weiss von Antenne Bayern sorgte am Stadtplatz für begeisterte Partygäste.

So war das Mega-Event in Moosburg

Sommernacht: Riesen-Andrang, große Gaudi - und ein verhindertes Fiasko

Ein großes Spektakel war am Samstag die Moosburger Sommernacht. Während Tausende in der Altstadt feierten, kamen die Organisatoren ganz schön ins Schwitzen. 

Moosburg – Die Stimmung hätte nicht besser sein können: Jung und Alt tummelten sich am Samstag bei der Moosburger Sommernacht in den Straßen und Gassen der Altstadt und hatten eine große Gaudi. Bei vielen Besuchern war die Vorfreude umso größer, musste die Sommernacht in den vergangenen beiden Jahre doch wetterbedingt abgesagt werden. Heuer wollte man sich die Veranstaltung nicht verderben lassen – selbst Regen hätte die Feierwütigen wegen einer Stattfinde-Garantie nicht aufhalten können. Doch das Wetter hielt, und die laue Sommerluft umhüllte Moosburg mit einem angenehmen Urlaubsflair.

Wohin man sich am Samstagabend auch begab: Überall blickte man in strahlende Gesichter, Ausgelassenheit machte sich bei den bis zu 10.000 Besuchern breit. Dafür sorgte ein facettenreiches Angebot an Verpflegungsständen und Musikern: Die Safado Street Grove Band etwa zog durch die Innenstadt und begeisterte das Volk mit sommerlichen Trommel-Rhythmen. Vor allem die jüngsten Besucher wagten sich oft in die Nähe der Sambistas und tanzten zu den Klängen aus aller Welt.

Großartige Stimmung herrschte am Moosburger Stadtplatz.

Wer es etwas gediegener haben wollte, sicherte sich einen Platz im Amtsgerichtsgarten. Da betrat Hanse Schoierer die Bühne und zog die Moosburger mit seinem bayerischen Humor in seinen Bann. Ob Boogie-Woogie, kerniger Rock oder kultiger Schlager: Der Miturheber des Hits „Haberfeldtreiber“ begeisterte mit seinem umfangreichen Repertoire. Nach zwei Stunden ertönten dann die gefühlvollen Klänge der Freisinger Band Apollon’s Smile. Wie im Nu wurde dem Amtsgerichtsgarten eine ganz besondere Atmosphäre eingehaucht, der sich die Zuhörer nicht entziehen konnten – und wollten. Die bunten Lampions und die liebevoll geschmückten Tische luden zum Verweilen ein, verschiedene Stände sorgten auch dort fürs leibliche Wohl.

Video: So stimmungsvoll war‘s bei der Moosburger Sommernacht 2017

Höhepunkt war jedoch ohne Zweifel DJ Florian Weiss. Der Antenne-Bayern-Moderator heizte der Menge vor dem Feyerabendhaus so richtig ein. Mit einer Mischung aus aktuellen und vergangenen Hits zog Weiss die Gäste in seinen Bann. Bis zum letzten Ton war der Stadtplatz vor dem Rathaus brechend voll – und der DJ am Ende wohl schweißgebadet. Hatte er sich doch nicht nur aufs Auflegen beschränkt: Immer wieder kletterte er aufs DJ-Pult, um die Menge zu dirigieren.

Erfrischende Drinks ließen sich diese jungen Besucherinnen an der Herrnstraße schmecken.

Entlang der Herrnstraße konnte man sich an aufgestellten Biergarnituren das umfangreiche Angebot an Speisen und Getränken schmecken lassen und die Atmosphäre etwas abseits genießen. Erst gegen Mitternacht trat man dann den Heimweg an. Gerne hätten die Besucher noch länger die Nacht zum Tage gemacht.

Wie die Organisatoren ein Catering-Fiasko verhinderten

Christoph Hübner vom Sommernacht-Veranstalter, der Moosburg Marketing eG.

Kurz bevor die Massen zur Sommernacht in die Stadt strömten, gerieten die Organisatoren allerdings noch einmal doppelt ins Schwitzen: Ein wichtiger Lieferant war ausgefallen. Im Interview mit dem Freisinger Tagblatt berichtet Christoph Hübner, Chef des Veranstalters Moosburg Marketing eG, von bangen Momenten und einer Herkulesaufgabe, die letztlich glückte.

-Herr Hübner, Sie bekamen am Samstagmittag eine unschöne E-Mail...

Ja, das hat alles nochmal gehörig durcheinandergewirbelt. Wir waren ja seit 11 Uhr mit dem Aufbau beschäftigt, als uns überraschend der Caterer für den Amtsgerichtsgarten abgesagt hat.

-Was war passiert?

Er hatte offenbar bei der Anfahrt einen Unfall – und dabei wurde nicht nur sein Fahrzeug beschädigt, sondern auch das Equipment. Was dann folgte, war ein echter Organisier-Marathon.

-Wie ging’s weiter?

Wir haben alle möglichen Leute gefragt, ob sie einspringen können. Und wir haben sofort von allen Seiten großartige Unterstützung erhalten. Da gebührt vielen Leuten Respekt! Seien es Metzgereien, die noch kurzfristig ihre Lager für uns geräumt haben, oder spontane Helfer, die die Ware abgeholt haben. Zum Schluss ist alles gut ausgegangen. Wir haben uns bei den Besuchern mehrmals mit Durchsagen für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigt, und die Gäste haben auch Verständnis gezeigt.

-Nicht nur im Amtsgerichtsgarten gab es lange Schlangen an den Ständen.

Das lag wohl daran, dass deutlich mehr Besucher als beim letzten Mal gekommen waren. Zusätzlich gab es im Rosenhof und im Weingraben keine Stände – wodurch alles kompakter wirkte. Es war ähnlich wie bei der allerersten Sommernacht, als man regelrecht überrannt wurde. Wir werden daraus unsere Folgerungen fürs nächste Jahr ziehen.

-Wie zu hören war, hatten Sie bereits im Vorfeld mit Absagen zu kämpfen.

Viele Händler, die wir angefragt hatten, waren wegen der Veranstaltungs-Hauptzeit und zusätzlich der Landshuter Hochzeit bereits verplant. Wir würden uns freuen, wenn im kommenden Jahr wieder mehr Vereine dabei sind, einfach weil die so ein Fest mit ihrer Manpower unterstützen können. Ich verstehe aber auch, dass den Leuten eine Garantie bei jedem Wetter zu risikoreich ist.

-Wenn man sich die Resonanz der Besucher anhört, herrscht trotz dieser organisatorischen Hürden bereits große Vorfreude aufs kommende Jahr.

Absolut. Nicht nur die Besucherzahl war großartig, sondern auch die Stimmung. Die Leute hatten bei der Sommernacht richtig Spaß.

Text: Anna Schledzinski / Interview: Armin Forster


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