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Sie verbreiten Aufbruchstimmung bei der FDP Moosburg/Hallertau: (v. l.) Siegfried Hartmann (2. stellv. Kreisvorsitzender), Florian Amann (3. stellv. Ortsvorsitzender), Josef Stimmelmeier (Kreisrat, Schriftführer im Kreis- und Ortsverband), Ortsvorsitzender Michael Schweiger, Jens Barschdorf (1. stellv. Kreisvorsitzender, Ortsvorsitzender Freising), Martin Alberti (Kreisvorsitzender) Matthias Spettmann (FDP Mitglied Moosburg/Hallertau; Beisitzer im Kreis) Karl Heinz Einödshofer (2. stellv. Ortsvorsitzender) und Susanne Hartmann (Ortsvorsitzende Amper/Glonn).

Aufbruchstimmung bei den Liberalen

FDP Moosburg/Hallertau will mit neuer Mannschaft wieder Fuß fassen

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Moosburg/Hallertau - Lange war es im nördlichen Landkreis still um die FDP. Nun senden die Liberalen Lebenszeichen: Mit neuen Mitgliedern, Vorständen und Themen will man wieder Fuß fassen.

Es herrscht Aufbruchstimmung: Bei einem Treffen hat der FDP-Ortsverband Moosburg/Hallertau am Pfingstsonntag wieder einen handlungsfähigen Vorstand gewählt und gleichzeitig neue Mitglieder präsentiert. Und das, nachdem die Partei in den vergangenen Jahren quasi nur auf Kreisebene existiert hatte. Moosburgs neuer Vorsitzender, Michael Schweiger, erbte bei der Wahl im Café Woch’nblatt das Amt von Josef Stimmelmeier, der die Ortsgruppe nahezu im Alleingang am Leben gehalten hatte. Michael Schweiger gibt sich nun optimistisch und kämpferisch: „Von der FDP Moosburg/Hallertau wird man noch vieles hören“, sagt er. Das FT hat mit ihm über den Neuanfang gesprochen:

Freisinger Tagblatt: Herr Schweiger, von der FDP haben wir im nördlichen Landkreis lange nichts mehr gehört. Ist das jetzt der große Wendepunkt?

Michael Schweiger: Wir befinden uns sicherlich im Aufbau. Josef Stimmelmeier hat die Partei einige Zeit alleine getragen, ich glaube das kann man so sagen. Aber inzwischen sind wir etliche Leute, die sich aktiv einbringen wollen. Ich selbst bin am Tag der letzten Bundestagswahl in die FDP eingetreten.

FT: Ausgerechnet an dem Tag, als die FDP ihren Tiefpunkt erreicht hatte, weil sie aus dem Bundestag flog? Weshalb?

Schweiger: Ich habe eine liberale Gesinnung. Und ich dachte mir: Man muss etwas tun. Bisher lief das auf Kreisebene, dort habe ich aber ganz bewusst kein Amt übernommen – obwohl ich gefragt wurde. Ich wollte mich auf den Ortsverband konzentrieren.

FT: Weil Sie keine Zeit für mehrere Ämter haben?

Schweiger: Weil bereits drei Leute aus Moosburg und der Hallertau im Kreisverband aktiv sind. Eine vierte Person hätte ein Übergewicht bewirkt, dann wäre eine Region übermäßig vertreten gewesen. Das halte ich nicht für gut.

FT: Wieso war es denn so lange still um die FDP in und um Moosburg?

Schweiger: Der Hauptgrund: Viele tragende Säulen sind damals weggezogen.

FT: Mit welchen politischen Themen wollen Sie jetzt wieder angreifen?

Schweiger: Uns alle vereint eine liberale Grundhaltung. Aber wie gesagt: Wir befinden uns derzeit im Aufbau. Die Positionen müssen wir erst noch erarbeiten. Es gibt jedoch bereits zwei, drei Leute, die ihren Schwerpunkt auf die Stadt Moosburg legen wollen. Und wir werden auch in den Gemeinden der Hallertau mehr Präsenz zeigen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Team, es herrscht Aufbruchstimmung. Und es macht mir Freude, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die aus eigenem Antrieb handeln.

FT: Als jüngsten Erfolg Ihrer Gruppe nennen Sie die Podiumsdiskussion zum Thema Asyl. Ist das ein Thema, bei dem Sie in der Bevölkerung punkten wollen?

Schweiger: Die Veranstaltung zum Thema Asyl war für uns ein Startpunkt. Das Konzept der FDP zum Thema Asyl steht aber seit über einem halben Jahr. Es ist nicht Teil meiner Arbeit, das wäre auch die falsche Ebene.

FT: Wenn es auf kommunaler Ebene noch keine konkreten Positionen gibt: Wie lautet dann Ihr Plan, um weitere Mitglieder ins Boot zu holen?

Schweiger: Wir veranstalten regelmäßig das Moosburger Politikfrühstück, das findet jeden dritten Sonntag im Woch’nblatt statt. Da sind auch immer wieder Leute von außerhalb der FDP dabei. Ich habe Freude an politischen Debatten. Wenn Leute mit gleicher Meinung diskutieren, hört sich das immer gut an, aber es ist langweilig. Die Bevölkerung ist also dazu eingeladen, Anregungen für ein kommunalpolitisches Konzept einzubringen.

FT: Herr Schweiger, bitte vervollständigen Sie abschließend folgenden Satz: Das Ziel der FDP Moosburg/Hallertau ist es, ...

Schweiger: ...wieder zu gestalten.

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