Schnee-Chaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Der alte und neue Vorstand: (v. l.) Beisitzer Michael Stanglmaier, Kassierin Sylvia Ripper, die Ortssprecher Johannes Becher und Helga Brandstetter sowie Beisitzer Alexander Strobl.

Neuwahlen

Moosburgs Grüne halten an ihrer Führungsspitze fest

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Viel Harmonie herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Moosburger Grünen am Donnerstag. Doch es waren auch kritische Worte zu hören.

Moosburg – Sie sind im Stadtrat ein Quartett, im Kreistag sind sie fünf, und im Bezirkstag sitzt auch einer der Ihren: Die Moosburger Grünen haben mit ihren derzeit 24 Mitgliedern jede Menge Mandate inne. Aber nicht nur deshalb war das Fazit, das der Ortsvorsitzende Johannes Becher bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag zog, positiv. „Wir haben eine gute Stimmung, wir verstehen uns“, betonte Becher.

Im Bundestagswahlkampf sei man fleißig gewesen, blickte Becher zurück. Allerdings habe es „ein nie dagewesenes Maß an Sachbeschädigungen“ gegeben und sei es „reiner Vandalismus“ gewesen, was da teilweise mit den Plakatständern passiert sei. Zudem sei man aktiv dabei, Unterschriften für das Volksbegehren gegen die Betonflut in Bayern zu sammeln, engagiere sich außerdem im Kampf gegen die dritte Startbahn.

In der Stadtratsfraktion, so 3. Bürgermeister Michael Stanglmaier, werde gut und konstruktiv gearbeitet – auch mit den anderen Fraktionen. Mit dem Wechsel von Alfred „Tscharlie“ Wagner von den UMB zu den Grünen sei man noch stärker geworden. Was die Umgestaltung des „Plans“ betreffe, müsse man jetzt endlich „zu Potte kommen“, forderte Stanglmaier. Denn daran hingen alle weiteren Projekte zur Belebung der Innenstadt. Als Erfolg sah Stanglmaier den Bebauungsplan „Amperauen“ an: Erstens, weil dadurch 16 Millionen Euro in die Stadtkasse gespült würden, zweitens weil es dort neun Sonnenhäuser geben werde und drittens weil in diesem Baugebiet die Verwendung fossiler Heizenergie verboten sei. Dass das der Stadtrat so beschlossen und dadurch vorbildlich gehandelt habe, habe ihn selbst „überrascht“, erklärte der Energiereferent.

Kritik an der Politik des Landrats

Kritische Worte fand der Fraktionschef der Grünen im Kreistag, Toni Wollschläger, für die Entscheidungen auf Kreisebene. Dass der Umbau der Mittelschule Au zur Realschule einst mit zwei Millionen Euro angesetzt war, jetzt aber neun Millionen kostete, ärgerte Wollschläger fast genauso wie der von Landrat Josef Hauner eingebrachte Antrag, die Wohnbaugesellschaft des Landkreises aufzulösen, oder auch alles, was an gigantischem Flächenverbrauch für neue Straßen anfalle. Wollschläger nannte die Westtangente Freising, wo man trotz der Warnungen der Grünen für die Beteiligung des Landkreises „einen Blankoscheck“ ausgestellt habe und jetzt an allen Kostenerhöhungen beteiligt sei, die Nordostumfahrung von Freising oder auch die neue Kreuzung an der FS44 – Stichwort: Turbokreisel.

Becher, bekanntlich nicht nur Stadt- und Kreis-, sondern auch Bezirksrat, gab möglicherweise zum letzten Mal einen Bericht aus dem Bezirk, schließlich will er 2018 in den Landtag einziehen. Da ist er dann noch immer Ortsvorsitzender der Grünen in Moosburg, weil bei der Neuwahl am Donnerstag das komplette Vorstandsteam im Amt bestätigt wurde: Neben Becher ist Helga Brandstetter die Sprecherin, Sylvia Ripper bleibt Kassierin, die Beisitzer sind weiterhin Alexander Strobl, Michael Stanglmaier und Verena Kuch.

Und dann gab es am Donnerstag noch etwas zu feiern: Evelin Altenbeck ist das erste Mitglied der Grünen in Moosburg, das 30 Jahre Parteizugehörigkeit feiern kann. Seit 1987 ist sie dabei, rückte 1991 in den Stadtrat nach, in dem sie – mit einer Unterbrechung – noch heute sitzt, war auch Kreisrätin und 1996 die erste grüne Bürgermeisterkandidatin zu Moosburg.

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