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Stadträte debattieren über Darstellung der Quartalszahlen

Moosburgs Haushalt: Verwirrende Smileys im Finanzbericht

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Moosburg - Um die Haushaltslage schneller zu überblicken, wünschten sich die Stadträte Smileys im neuen Finanzbericht. Doch als die jetzt eingefügt worden waren, passte es einigen Räten doch wieder nicht.

Der Moosburger Stadtrat will immer schön wissen, wie es gerade um die Haushaltssituation der Stadt bestellt ist. Deshalb darf Kämmerer Hans Walther jetzt Quartalsberichte zur finanziellen Lage der Stadt abliefern. Und dann hatte man sich auch noch gewünscht, dass die einzelnen Haushaltspositionen durch lächelnde oder traurige Smileys interpretiert werden, um den Stadträten den Überblick zu erleichtern. Das ist am Mittwoch im Finanzausschuss nun auch passiert. Aber die Smileys im Quartalsbericht des Kämmerers haben zur Verwirrung beigetragen – und die Stadträte eher verwirrt als aufgeklärt.

Wann da nun hinter den einzelnen Positionen unter der Rubrik „Prognose“ ein Grinse-Smiley oder ein „Lätschi“ zu finden war, wie Vize-Bürgermeister Josef Dollinger den Trauer-Smiley bezeichnete, erschloss sich zunächst nur dem Kämmerer selbst. Es dauerte eine Weile, bis dem Stadtrat das doch etwas gewöhnungsbedürftige Smiley-Konzept verständlich gemacht werden konnte. Dennoch: „Ich kann mit dem gar nix anfangen“, schimpfte Dollinger (FW). Und auch Martin Pschorr (SPD) war eher frustriert: „Ich halte von der Smiley-Geschichte nichts.“ Er würde sich schon noch geistig dazu im Stande fühlen, mündlichen Erläuterungen des Kämmerers zu folgen. Nach einer Frage zu einem Punkt gab Pschorr auf: „Nein, ich mag nimmer.“

Da das Smiley-Konzept jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss war, versuchten einige Stadträte, künftig eine Zwischenlösung zu erreichen: Smileys ja, aber auch kurze Erläuterungen in Schriftform dazu – so die Idee von Rudolf Heinz (CSU) und Alfred Wagner (UMB).

Die Frage, wie es um die Finanzlage der Stadt denn nun eigentlich nach dem ersten Halbjahr 2016 stehe, geriet wegen des Smiley-Diskurses beinahe in Vergessenheit. Dabei sieht es gar nicht so schlecht aus. Beispiel: Zwar dürfte man den Haushaltsansatz bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer aufgrund von Rückzahlungen nicht erreichen (statt 9 nur 7,5 Millionen Euro). Allerdings könne man das durch eine nicht geplante Schlüsselzuweisung in Höhe von 850.000 Euro und durch erhöhte Einnahmen aus der Einkommensteuerbeteiligung (10,16 statt 9,87 Millionen Euro) auffangen, wie Walther sagte. Und deshalb könne man davon ausgehen, dass die im Etat 2016 vorgesehene Kreditermächtigung auch ausreichend sei.

Rubriklistenbild: © dpa

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