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Statt eine Musterfamilie erwartet den Abgeordneten Eduard Bauer (Stefan Moser, M.) eine Chaosfamilie samt Unordnung – Zeit zum Aufräumen gab es natürlich nicht.

Premiere von „De Ausg‘flippten“ in Moosburg

Kolping-Theater: Überzeugendes Stück von der ersten bis zur letzten Szene

Moosburg - Eine Großfamilie, ein Abgeordneter auf Stimmenfang und eine verrückte Idee: Das neue Theaterstück der Kolpingsfamilie begeistert sein Publikum.

Eine rundum gelungene Premiere – darüber konnten sich die Schauspieler der Kolpingsfamilie Moosburg freuen. Das Theaterstück „De Ausg’flippten“ von Walter G. Pfaus feierte am Freitagabend im Kolpingsheim seine Premiere. Die Geschichte rund um die Familie Bauer fand bei den anwesenden Zuschauern großen Anklang – und sorgte am Ende für tosenden Applaus.

Drei Generationen unter einem Dach: Dass dabei nicht immer eitel Sonnenschein herrscht, weiß Familie Bauer nur zu gut. Neben den Eltern Baldur und Bärbel (gespielt von Karl Gumberger und Evi Goldbrunner) wohnen auch noch ihre erwachsenen Kinder Bastian (Thomas Eisenmann), Bettina (Katrin Rus) und Brigitte (Andrea Krause) im Haus. Komplettiert wird der Familien-Clan von Opa Benedikt Bauer (Hubert Pfanzelt). Und wie es eben so in einer Familie ist, hat jedes Mitglied mit seinen Sorgen zu kämpfen. Bastian wurde von der Freundin verlassen und hat Angst vor einer möglichen Kündigung, Schwester Bettina hat kein Glück in der Liebe, und der eigene Catering-Service läuft nur träge an. Nesthäkchen Brigitte fühlt sich noch nicht bereit zum Heiraten. Mama Bärbel erträgt die tägliche Hausarbeit mal besser, mal schlechter, und Vater Baldur mimt auch schon mal den Macho. Opa Benedikt liefert sich bereits morgens einen Wettstreit mit den Enkeln um das einzige Bad.

Doch dann kündigt sich bei der Familie Bauer Besuch an – vom Abgeordneten Eduard Bauer (Stefan Moser) und Wahlhelferin Simone Kraft (Johanna Eisenmann). Bauer gibt vor, Ahnenforschung betreiben zu wollen und im gleichen Nachnamen eine Familienzugehörigkeit zu sehen. Als kurz vor der Ankunft jedoch herauskommt, dass der Politiker die Familie nur zu Werbezwecken ausnutzen möchte, schmieden die Bauers einen listigen Plan: Statt einer Musterfamilie wird der Abgeordnete eine Horde Ausgeflippter antreffen – dazu wird kurzerhand Nachbarin Ilse (Klara Fenderl) als Oma verpflichtet, die eh ein Auge auf Opa Benedikt geworfen hat. Der große Spaß kann also beginnen.

Das schauspielerische Talent des Ensembles überzeugte von der ersten bis zur letzten Szene. Kleine Versprecher wurden gekonnt überspielt, und der Spaß der Darsteller am Stück selbst war zu jeder Zeit spürbar. Vor allem Hubert Pfanzelt als Opa Benedikt überzeugte auf ganzer Linie und sorgte mit seiner Rolle mehrmals für schallendes Gelächter im Publikum. Regisseur Klaus Krause und die Akteure bereiteten den Theaterbegeisterten einen unterhaltsamen Abend mit tollem Schauspiel und witzigen Pointen.

Weitere Aufführungen

Das Theaterstück „De Ausg’flippten“ kann noch am Freitag, 11. November (20 Uhr), am Samstag, 12. November (20 Uhr), sowie am Sonntag, 13. November (15 Uhr), besucht werden. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich, der Eintritt in das Kolpingsheim kostet acht Euro.

Anna Schledzsinski

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