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Nach dreieinhalb Jahren im Amt verabschiedet sich Johann Zitzlsberger (61) aus dem Stadtrat – aus gesundheitlichen Gründen. Sein Nachfolger: Stefan John (22).

Überraschender Abschied

Moosburgs Linke: Johann Zitzlsberger übergibt Stadtratsmandat an Stefan John

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Er hat kommunalpolitisch Geschichte geschrieben in Moosburg: Johann Zitzlsberger. Als erster Linke-Politiker zog er 2014 in den Stadtrat ein, war dort ambitionierter Einzelkämpfer. Jetzt, nach dreieinhalb Jahren, ist Schluss. Zitzlsberger, heute 61, legt sein Stadtratsmandat nieder. Der Nachfolger heißt Stefan John (22).

Die Stadträte und die Bürgermeisterin hatte er schon vormittags informiert, die Presse war am Freitagabend geladen, um vom personellen Wechsel der Moosburger Linken zu erfahren. Seit einem halben Jahr, so Zitzlsberger, sei es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen, an einer Stadtratssitzung teilzunehmen. Und weil das nicht sein Verständnis von der Erfüllung eines Stadtratsmandats sei, weil es auch noch eine Weile bis zu seiner vollständigen Genesung dauern dürfte, habe er sich dazu entschlossen, das Mandat als Stadtrat von Moosburg niederzulegen, begründete Zitzlsberger gestern seinen Schritt. Sprecher der Moosburger Linken bleibe er aber.

Sein Nachfolger wäre eigentlich Michael Wöß, der dieses Mandat aber nicht übernehmen könne und wolle. Und so ist es der 22-jährige Stefan John, der nun den Platz von Zitzlsberger einnehmen wird. Der Student, der, wie er zugibt, schon „ein bisschen gerungen“ habe, ob er Zitzlsberger nachfolgen will, kann nun, so glaubt er, „neue Sichtweisen und frischen Wind“ in den Stadtrat einbringen. Selbstverständlich werde er dabei an die Linie und die politische Richtung seines Vorgängers anknüpfen.

Der, so bilanzierte Zitzlsberger gestern nach dreieinhalb Jahren, glaube schon, dass „man die Linke gespürt hat“. Auch wenn die meisten seiner Anträge abgelehnt worden seien, so hätten sie doch Wirkung gezeigt. Beispiel: Einen Sozialladen nach dem Vorbild von Nowaswert habe man von der Stadt gefordert, jetzt gebe es den – zwar nicht städtischen, aber hilfreichen – Tante-Emma-Laden. Für das, für andere Impulse und Anträge, und auch überhaupt für die Leistungen und das Engagement Zitzlsbergers dankte ihm sein Nachfolger John. Und der hat sich auch schon ein Ziel für die nächste Kommunalwahl gesetzt: Wiederwahl – und, wenn möglich, ein zweiter Linker im Stadtrat.

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