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Im Mittelbau der Moosburger Kastulus-Realschule soll noch in diesem Jahr ein Projektraum für digitale und kreative Unterrichtseinheiten entstehen. Die Regierung von Oberbayern hat dafür bereits einen Zuschuss in Aussicht gestellt.

Grünes Licht von Regierung und Landkreis

Moosburgs Realschule will sich digitaler aufstellen

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Der Unterricht an der Realschule Moosburg soll digitaler und kreativer werden. Für die Umbaupläne gab es jetzt Grünes Licht vom Landkreis – und eine Förder-Zusage von der Regierung. Wir stellen die Pläne vor.

Moosburg – Weil die Welt immer digitaler wird, soll sich auch der Schulunterricht wandeln. Einen weiteren Schritt auf diesem Weg hat man jetzt an der Moosburger Kastulus-Realschule genommen: Die Umbau-Pläne für einen neuen multimedialen Projektraum können in Angriff genommen werden.

Konkret geht es um einen Bereich im Mittelbau, der das Hauptgebäude mit dem Neubau verbindet – und laut Direktor Wolfgang Korn (50) am renovierungsbedürftigsten ist. „Gemeinsam mit dem Landratsamt haben wir überlegt, in den Sommerferien dort eine Renovierung vorzunehmen.“ Erste Vorarbeiten könnten bereits in den Pfingstferien starten. Zunächst will man Räume zusammenlegen und den Schnitt verändern, um einen neuen großen Projektraum zu erhalten. „Ein Ausweichort, an dem man kreativ und digital arbeiten kann“, sagt Korn. Es gehe dabei nicht um ein klassisches Computerzimmer, „sondern um einen Raum, in dem wir Schüler auch außerhalb des IT-Unterrichts mit modernen Medien arbeiten lassen können“.

Bislang 16 iPads für 1000 Schüler

Angedacht seien allerdings keine interaktiven Whiteboards, wie sie derzeit an immer mehr Schulen im Landkreis als Ersatz für klassische Schultafeln Einzug halten. Wolfgang Korn: „Wir haben uns gegen diese Systeme entschieden und wollen den Schülern stattdessen Medien in die Hand geben.“ Aktuell verfüge die Schule über einen Koffer mit 16 iPads, was einem halben Klassensatz entspreche. Diese – für rund 1000 Schüler – überschaubare Ausstattung solle bald aufgestockt werden und gemeinsam mit Beamern, PCs und einer verbesserten Internetverbindung dem Anspruch der Schule gerecht werden: „Wir befinden uns in Sachen Digitalisierung noch am Anfang und wollen uns besser aufstellen.“

Die Regierung von Oberbayern unterstützt dieses Bestreben – und hat deshalb nun Fördermittel in Höhe von 75 000 Euro in Aussicht gestellt – verbunden mit Grünem Licht für einen vorzeitigen Baubeginn. „Der Landkreis kann jetzt mit der Maß-nahme beginnen, ohne Fördermittel zu verlieren“, heißt es dazu in einer Regierungsmitteilung. Die Gesamtkosten seien mit rund 213.000 Euro veranschlagt.

Schüler, Eltern und Lehrer sollen mitreden

Schulleiter Korn freut sich über das Signal der Regierung und die positiven Gespräche mit dem Landkreis. „Es wird viel Geld für die neuen Schulen in die Hand genommen, was auch gut ist, aber umso mehr freut es mich, wenn auch in die bestehenden Einrichtungen investiert wird.“ Die in Aussicht gestellte Förderung und das von der Regierung genannte Gesamtvolumen beziehen sich laut Korn allerdings ausschließlich auf die baulichen Maßnahmen. „Die Ausstattung der Räumlichkeiten wird von unserem Schul-Budget bezahlt.“ Bei der weiteren Umsetzung wolle man auf jeden Fall die Schulfamilie miteinbeziehen, „also Schüler, Eltern und Lehrer“.

Der Schulausschuss des Landkreises hat das Projekt am Donnerstag einstimmig und ohne jede Diskussion abgesegnet. Beschlossen wurde dabei, dass im Rahmen der Renovierung die Akustikdecken und Bodenbeläge, die Beleuchtung, die Daten- und auch die Starkstromverkabelung erneuert beziehungsweise ergänzt werden. Im Kreishaushalt des Jahres 2018, der noch im März beschlossen werden soll, sind Gelder für dieses Projekt vorgesehen. Entgegen der Kostenschätzung der Regierung von Oberbayern schätzt man im Landratsamt den Gesamtbetrag der Maßnahme etwas höher ein – mit 219.000 Euro.

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