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Die Großstadt ruft: Moosburgs Stadtbaumeister Florian Ernst wechselt im April nach Ingolstadt.

Karrieresprung für Florian Ernst

Moosburgs Stadtbaumeister wechselt nach Ingolstadt

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Moosburg - Erst vor gut einem Jahr trat Florian Ernst den Posten des Moosburger Stadtbaumeisters an. Nun wird überraschend bekannt: Der 43-Jährige wechselt nach Ingolstadt. 

In der eigentlich so ruhigen Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist diese Nachricht ein Paukenschlag: Florian Ernst, seit Oktober 2015 Moosburgs Stadtbaumeister, setzt zum nächsten Karrieresprung an. Wie die Stadt Ingolstadt am Dienstag bekannt gab, wird Ernst im April neuer Hochbauamtsleiter in der 130.000-Einwohner-Großstadt – und somit Vorgesetzter von rund 50 Mitarbeitern. Sein Vorgänger, Gabriel Nißl, lässt sich aus familiären Gründen beurlauben, wie es hieß. Die Stelle sei allerdings unbefristet, erfuhr das FT im Gespräch mit Florian Ernst.

Der Freisinger hielt sich ansonsten mit Statements zu seinem Wechsel weitgehend zurück – wohl auch deshalb, weil Bürgermeisterin Anita Meinelt nicht gerade erfreut war über den Zeitpunkt der Bekanntgabe. Eigentlich habe sie erst einmal die Belegschaft im Rathaus informieren wollen. Doch die vorzeitige Pressemitteilung aus Ingolstadt durchkreuzte diesen Plan.

Anita Meinelt bezeichnet Entscheidung als „absolut verständlich“

Die Entscheidung von Florian Ernst bezeichnete Meinelt als „absolut verständlich“, zumal es sich um einen „Sprung auf der Karriereleiter“ handle, den man „einem jungen Menschen nicht verbauen“ dürfe. „Die Verantwortung über viel mehr Mitarbeiter, das ist eine ganz andere Hausnummer als in Moosburg“, sagte die Stadtchefin. Und brachte gleichzeitig ihr Bedauern zum Ausdruck: Die Zusammenarbeit sei sehr vertrauensvoll abgelaufen – „und das wird sie die restlichen Monate auch noch“, war sich Meinelt sicher.

In Ingolstadt hat sich Ernst laut Auskunft seines künftigen Arbeitgebers gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Seine Erfahrungen bei der Erweiterung von Schulbauten und im Kindergartenbau komme ihm an der neuen Wirkungsstätte besonders zu Gute. Gleichzeitig warten auf den 43-Jährigen große Aufgaben im kulturellen Sektor – unter anderem mit den geplanten Bauarbeiten für ein neues Kunstmuseum, das einen Projektrahmen von 25 Millionen Euro umfasst.

Man gehe im Guten auseinander, sagt Florian Ernst

Ein paar Nummern kleiner zwar, doch ebenso bedeutend für die Entwicklung der Stadt Moosburg, sind die Projekte, die Florian Ernst seinem Nachfolger hinterlässt: Wurde doch gerade erst ein ganzes Bündel an Baugebieten ausgewiesen. Und auch bei der Neugestaltung des „Plans“ geht dem Bauamt die Arbeit so schnell nicht aus. Immerhin: „Es ist unser Wunsch, dass Herr Ernst seine Rolle als Fachpreisrichter in der Jury für die Plan-Umgestaltung noch erfüllt“, sagte Meinelt. 

Diesem Wunsch will der scheidende Amtsleiter entsprechen. „Ich werde auf alle Fälle noch Mitte März bei der Preisgerichtstagung dabei sein“, bestätigte er. Die Wertschätzung der Bürgermeisterin beruhe bei ihm auf Gegenseitigkeit: „Die Arbeit in Moosburg ist sehr angenehm, zu meinem Arbeitgeber und zu den Mitarbeitern besteht ein gutes Arbeits- und Vertrauensverhältnis.“ Man gehe im Guten auseinander.

Auf den Nachfolger angesprochen, hält sich Meinelt bedeckt

Wer Ernst ab April beerbt, dazu wollte Meinelt noch nichts sagen. Nur so viel: „Wir werden alles daran setzen, dass ein guter Übergang möglich wird.“ Schon in der Übergangszeit zwischen Ernst und dessen Vorgänger, Reinhard Dick, habe sich gezeigt: „Die Mitarbeiter der Abteilung haben den Laden gut im Griff.“ Der Wechsel sei ganz klar eine Herausforderung, „aber nicht die erste und auch nicht die letzte“.

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