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Die Moosburger Schneiderin Gabi Urban (l.) durfte heuer einen besonderen Auftrag erledigen: Sie nähte das Kleid für Münchens Faschingsprinzessin Petra IV.

Besonderer Auftrag für Schneiderin Gabi Urban

Münchens Prinzessin trägt ein Kleid „made in Moosburg“

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Moosburg - Hochzeitskleider sind ihr Metier. Und seit 1999 stattet sie auch Prinzenpaare aus. Doch heuer darf Gabi Urban aus Moosburg besonders stolz sein: Die Münchner Faschingsprinzessin trägt einen Traum in Blau aus ihrem Atelier.

Wie sich das gehört, ist das „Dienstfahrzeug“ des offiziellen Prinzenpaars der Landeshauptstadt ein BMW. Und welches Logo findet sich auf dem Gefährt von Petra IV. von der Speicherwiese und Christian III. vom güldenen Maisfeld? Das des Moosburger Brautmodengeschäfts von Gabi Urban. Denn: Urban hatte die Ehre, für Petra Gaisböck das Prinzessinnenkleid anzufertigen – ein rauschender Traum aus blauem Stoff, der großzügig mit Swarovski-Steinen besetzt ist. Alles Handarbeit made in Moosburg.

„Mundpropaganda“ hat Urban diesen Auftrag eingebracht, erzählt sie. Denn seit 1999 stattet Urban die Prinzenpaare in Moosburg, Mauern und Gammelsdorf, teilweise auch die Garden zum Beispiel von Pfeffenhausen aus. In Freising war sie ebenfalls schon aktiv. Und von da kam auch die Empfehlung für die Münchner Prinzessin, sich ihr Kleid bei und von Gabi Urban anfertigen zu lassen.

2800 Swarovski-Steine befestigte Urban auf dem Kleid der Münchner Prinzessin.

Es habe nur eine Vorgabe gegeben, berichtet Urban: Die Farbe Blau sollte es sein, damit sie zum Motto des Münchner Faschings („Lichter des Nordens“) passt. Und dann brauchte Petra IV. einen Reifrock für den Walzer, außerdem darunter einen Tanzrock für die Show. Das Design, die Ausführung, die Details – „das ist alles auf meinem Mist gewachsen“, berichtet Urban. Und was sich dann bei vielen Gesprächen und zahlreichen Anproben entwickle, das beginne immer damit, dass Urban die Person, die sie ausstatten darf, kennenlerne. Das sei die eigentliche Inspiration für sie, erzählt Urban.

Anproben im Atelier fanden anfangs unter strenger Geheimhaltung statt: Das Prinzenpaar war schließlich noch nicht enthüllt.

Für die Schneiderin, die heuer erstmals nicht das Moosburger Herrscherpaar ausstattete, dafür aber die Prinzenpaare in Mauern und Gammelsdorf zu einem optischen Augenschmaus machte, war der Auftrag aus München zeitlich durchaus eine Herausforderung. Normalerweise beginnen die Arbeiten für Prinzessinnenkleider im Juli oder August. Petra Gaisböck, die jetzige Petra IV., kam mit ihrem Wunsch nach einem Kleid Ende Oktober auf Gabi Urban zu. Und weil es dann doch 60 Meter Borte waren und gut 2800 Swarovski-Steine per Hand aufgeklebt werden mussten, ist der jetzige Traum in Blau das Ergebnis von viel Nacht- und Wochenendarbeit.

Doch Urban ist in solchen Fällen nicht nur als Künstlerin, Schneiderin und Designerin gefragt, sondern fungiert auch als Geheimnisträgerin. Denn die Prinzenpaare, deren Identität ja bis zur Proklamation immer geheim bleiben muss, fahren des Öfteren mit Hut und Sonnenbrille, in geliehenen Autos und nachts bei ihr zu Hause vor. Top secret alles – und das galt auch und erst recht für Petra IV.

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