Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Tabula rasa am Flugplatz: Zwischen der „Kippe“ und dem Amper-Überleitungskanal haben die Stadtwerke München im großen Stil den Uferbewuchs entfernt. Die Verantwortlichen verweisen auf ihre Verkehrssicherungspflicht.

Massive Abholzung

Nach Empörung über „Kahlschlag“: Stadtwerke rechtfertigen Rodung am Moosburger Flugplatz

Wurde am Moosburger Flugplatz „Kippe“ viel zu viel abgeholzt? Oder nur verantwortungsvoll gearbeitet? Die Meinungen darüber gehen offenbar auseinander.

Moosburg – Die Empörung über die Abholzaktion entlang des Moosburger Flugplatzes „Auf der Kippe“ war groß: Von der Mitte des Platzes an bis zur Kanalbrücke blieb praktisch gar nichts mehr stehen. Anwohner und Naturschützer sprechen von Kahlschlag. 3. Bürgermeister und Umweltreferent Michael Stanglmaier (Grüne), der die Abholzaktion ausdrücklich bedauerte, zieht die Sinnhaftigkeit in Zweifel. „Nach der Entnahme einzelner kranker Bäume sieht das nicht aus“, kommentierte Stanglmair die Aktion auf seiner Facebook-Seite. „Der Pflanzenbestand war für die Anwohner ein wichtiger Sicht- und Lärmschutz.“

In der Bürgerfragerunde im Stadtrat kochte das Thema am Montag noch einmal hoch. Ein Bürger wollte wissen, warum die Rodung so ein großes Ausmaß angenommen hätte. Bürgermeisterin Anita Meinelt verlas daraufhin eine E-Mail der verantwortlichen Stadtwerke München aus der Abteilung Wasserkraftwerke, wonach die Arbeiten im Bereich des Sportflugplatzes beziehungsweise der Kippschleuse aus Sicherheitsgründen unvermeidlich gewesen seien. Als Gründe für die Maßnahme nannten die Verantwortlichen Pilzbefall und Biberverbiss. Der Pilz habe vor allem Eschen befallen, wodurch „ein hohes Gefahrenpotential“ bestanden habe.

Stanglmaier fordert Ersatzpflanzungen

Neben besagten Eschen mussten demzufolge auch vom Biber „hoch geschädigte Weiden“ entnommen werden. Ein Sicherheitsrisiko ganz anderer Art habe in diesem Zusammenhang bei einer großen Eiche bestanden. Die stand nach Angaben des Flugplatzbetreibers zu nah an der Flugbahn und stellte eine Gefahr für Flugzeuge und Piloten dar, wie SWM-Sprecher Dimitrios Nikolaidis in seinem Statement persönlich bedauerte.

Auch auf die von Stanglmaier geforderte „Ersatzpflanzung“ reagierten die Stadtwerke München. In der an Meinelt gerichteten Erklärung heißt es hierzu: „Sollte sich nach unseren Maßnahmen zur Gefahrenabwehr Handlungsbedarf ergeben“, würden die SWM „dort, wo das angebracht und vernünftig erscheint, Ersatzpflanzungen vornehmen.“ Nilolaidis brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass man ähnlich wie bereits in der Bonau auch im Bereich der Kippschleuse und des Flugplatzes „eine gute partnerschaftliche Lösung“ finden werde.

Alexander Fischer

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