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Vor dem (derzeit geschlossenen) Pub an der Herrnstraße hat der Moosburger Bauausschuss jetzt Außenbestuhlung genehmigt.

Wichtiger Baustein

Nächste Hürde für Pub gefallen: Stadträte erlauben Außenbestuhlung

Die Chancen, dass das Irish Pub an der Herrnstraße bald wieder in Betrieb geht, steigen: Am Montag hat Moosburgs Bauausschuss eine elementare Entscheidung getroffen.

Moosburg – Die Chancen, dass das Pub an der Herrnstraße bald wieder eröffnet werden kann, sind gestiegen. Moosburgs Bauausschuss hat die von Eigentümerin Ernestine Abele beantragte Außenbestuhlung genehmigt. Demnach können jetzt vor dem Kultlokal, das seit dem plötzlichen Tod von Pächter Jörgis Carl geschlossen ist, künftig ein Stehtisch und sieben Tische mit insgesamt 28 Sitzplätzen aufgestellt werden – ein Baustein, der laut Abele noch gefehlt hat, um das Lokal an potenzielle Interessenten zu vermieten.

Das Grüne Licht war im Grunde unumstritten. Wenngleich Vize-Bürgermeister Josef Dollinger (FW) anregte, im Zuge der Genehmigung doch etwas gegen „den Schandfleck Stadtcafé“ zu unternehmen. Besagtes Lokal am Stadtplatz steht seit Jahren leer. Die Eigentümer müssten der Stadt jedoch „entgegenkommen“, forderte Dollinger. Dem hielt Stadtrat Alfred Wagner (Grüne) entgegen, dass es sich bei den beiden Immobilien, auch wenn sie im Besitz der Familie Abele seien, um „zwei verschiedene Eigentümer handelt“.

Dollinger sorgt sich um den Zugang zum Plan

Dollinger hatte aber noch ein weiteres Anliegen: Er äußerte nämlich die Befürchtung, dass man sich durch die Außenbestuhlung beim Pub den Zugang zum Plan verbaue. Deshalb schlug er vor, die jetzt getroffene Regelung, sprich die Genehmigung, später vielleicht wieder zurückzunehmen.

Nach Ansicht von Wagner eine vollkommen unnötige Forderung. Man brauche diesen Zugang überhaupt nicht. Die Zufahrt sei über den Plan zu regeln, argumentierte er. Eine Meinung die auch Bürgermeisterin Anita Meinelt vertrat. Die beiden Dinge miteinander zu verbinden, mache demzufolge keinen Sinn. „Keine Diskussion“, lautete ihre Einschätzung. In der Beschlussvorlage stand, dass die Antragsteller „eine verbleibende Durchgangsmöglichkeit zusichern“. Und zwar innerhalb einer Breite von 1,50 Metern. Nach Einschätzung der Verwaltung ein ausreichender Korridor. 

Beubl: Außenbestuhlung „Bereicherung“ für Innenstadt

Unabhängig davon sprach sich Erwin Köhler (UMB) dafür aus, die Verkehrssituation rund um den Plan bei der Entscheidung nicht außer Acht zu lassen. „Nicht, dass es hinterher Ärger gibt“, sagte er. Die dauerhafte Genehmigung der Außenbestuhlung für das Pub begrüßte Köhler jedoch „ausdrücklich“. Damit befand er sich etwa auf einer Wellenlänge mit Gerhard Beubl (SPD), der die Maßnahme erklärtermaßen als „Bereicherung“ im Zuge der Innenstadtbelebung wertete.

Übrigens: Auch zu Zeiten von Pub-Pächter Jörgis Carl gab es schon eine Außenbestuhlung an der Herrnstraße 29. Bislang war das aber nur temporär geduldet. Jetzt soll die Angelegenheit über eine Sondernutzungssatzung geregelt werden. Anita Meinelt hatte sich dafür eingesetzt, dass die Nachbarschaft zustimmt.

Alexander Fischer

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