Gut aufgestellt ist die Narrhalla Moosburg für die kommende Saison. An der Spitze stehen Nadine Seidlmayer und Michael Ender (vorne).
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Gut aufgestellt ist die Narrhalla Moosburg für die kommende Saison. An der Spitze stehen Nadine Seidlmayer und Michael Ender (vorne).

Faschingsverein hofft auf eine halbwegs normale fünfte Jahreszeit

Narrhalla Moosburg: „Wir scharren mit den Hufen“

  • VonNico Bauer
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Die Narrhalla Moosburg ist gut durch die Pandemie gekommen. In der Jahreshauptversammlung blickte man vorsichtig optimistisch dem Neustart entgegen.

Moosburg - Es war ein kurioser Bericht, den Nadine Seidlmayer abgeben musste. Die Präsidentin der Narrhalla Moosburg konnte in der Jahreshauptversammlung nichts berichten von rauschenden Bällen, legendären Umzügen oder sportlichen Höchstleistungen der Garde. Es war der Lockdown, der einem Verein voller Lebensfreude eigentlich jede Grundlage genommen hat. „Wir hatten nicht einmal einen Kater am Aschermittwoch“, witzelte Präsidentin Seidlmayer in ihrem Jahresbericht. Dennoch setzte der Verein Akzente und betonte in der Jahreshauptversammlung, ab dem 11.11. wieder durchstarten zu wollen.

Seidlmayer berichtete, dass mit Pia I. und Tim I. nun ein zweites Prinzenpaar in die Historie eingeht als Regentschaft mit Ehrenrunde in einem zweiten Jahr. Man habe aber aus der Not eine Tugend gemacht („Wo eine Tür zugeht, geht auch eine andere auf“), einen Orden mit dem Stadtwappen kreiert und mit dem Motto „Mia hoid’n zam“ Moosburg bewegt. Über Moosburger Schaufenster vermittelte der Verein mit viel Fantasie etwas Faschingsgefühl, und das Motto war so genial, dass es gleich beim städtischen Jubiläum „1250 Jahre Moosburg“ übernommen werden soll. Die Narrhalla hat nicht getanzt und doch Akzente gesetzt.

Die Präsidentin machte deutlich, dass die rund eineinhalb Jahre Pandemie vielen bewusst machen, auf was es wirklich ankommt. Die Narrhalla Moosburg lebe weiterhin „und wir scharren mit den Hufen“. Sie zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass in der neuen Saison mit den drei G (geimpft, getestet, genesen) wieder Veranstaltungen möglich sind. Der legendäre Wahlleiter Hans Kiermaier warb auch gleich für Impfungen, „weil uns das das Leben wieder leichter macht“.

In guter Tradition wurde auch wieder die Vorstandschaft gewählt, wobei das recht schnell ging. Das Präsidentenduo mit Nadine Seidlmayer und Michael Ender haben das Zepter 2020 übernommen – und wurden natürlich bestätigt. Weiter gewählt wurden Beate Graßl-Schier (1. Schatzmeisterin), Natalie Wagner (2. Schatzmeisterin), Magdalena Dichtl, Caroline Ender (beide Schriftführerinnen), Sharon Bredtschneider, Lisa Joachimsthaler (beide Medienbeauftragte), Thomas Rothböck (IT-Beauftragter), Virginie Leißner, Michaela Penker (beide Jugendleiterinnen), Ludwig Ottl, Markus Stockerl (beide Archivare), Daniela Leitsch, Wolfgang Mehringer (beide Kassenrevisoren), Pia Müller, Robert Weber, Richard Renz, Thomas Goldes und Wolfgang Leitsch (Beiräte). Gute Tradition ist die schriftliche Wahl der fünf Beisitzer, für die es auch heuer mehr als zehn Kandidaten gab.

In der Versammlung wurden auch einige Satzungsänderungen beschlossen. So wurde festgelegt, dass künftig alle zwei Jahre und nicht mehr jährlich das Präsidium gewählt wird. Für den Medienbeauftragten wurden zwei Plätze (bisher einer) geschaffen. Das Wirtschaftsjahr des Vereins änderte man auf den Zeitraum 1. Mai bis 30. April, um immer eine Faschingssaison abzubilden.

Apropos Saison: Für den 6. November ist die Schäfflerhalle fest gebucht – an dem Tag soll die Prinzenpaarvorstellung stattfinden. „Wir befinden uns in Gesprächen“, sagte Präsident Michael Ender zu der Suche eines neuen Prinzenpaares. Garde, Teenies und Kindergarde studieren bereits neue Programme ein. Aktuell übe man im Freien, und nach den Sommerferien ist die Stadthalle gebucht. Seidlmayer betonte, dass man mit Geimpften, Getesteten und Genesenen von einer klassischen Faschingssaison ausgeht. Sie machte aber auch deutlich, dass Klassiker wie „Damisch Moosburg“ nur mit voller Stadthalle zu machen seien. Mehrere Abende mit geringeren Besucherzahlen seien finanziell nicht zu stemmen. Seidlmayer befindet sich in enger Abstimmung mit der Stadtspitze: „Wir haben Herrn Dollinger schon mit dem Faschingsvirus geimpft . . .“

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