Für weitere vier Jahre stehen (v. l.) Mark Hübner, Wolfgang Wagner, Michael Gmach, Stefan Zobel und Dr. Gerhard Schlenk an der Navis-Spitze. 

Jahreshauptversammlung

Navis-Vorsitzende läuten letzte Amtszeit ein

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Der Hilfsorganisation Navis mit Sitz in Moosburg stehen personelle Veränderungen bevor: Bei der Jahreshauptversammlung läuteten Vorsitzender Wolfgang Wagner und sein Stellvertreter Stephan Zobel ihre letzte Amtszeit ein. In vier Jahren sollen Jüngere an die Vereinsspitze.

Moosburg– „Ich bin jetzt 77 Jahre alt“, sagte Navis-Vorsitzender Wolfgang Wagner bei der Jahreshauptversammlung der Hilfsorganisation in Zus-torf. Es sei an der Zeit, dass die Führung des Vereins „in jüngere Hände übergeht“. Zwar wurde Wagner noch einmal für vier Jahre zum Vorsitzenden gewählt, doch danach „ist definitiv Schluss“. Damit der Wechsel in vier Jahren reibungslos über die Bühne geht, soll bereits jetzt ein Nachfolger gesucht werden, den Wagner auch einarbeiten würde. Auch 2. Vorsitzender Stephan Zobel hat seinen Rückzug angekündigt – bis dahin fungiert er weiterhin als 2. Vorsitzender.

Um die Finanzen des vor zwölf Jahren gegründeten Vereins kümmert sich weiterhin Michael Gmach, als Schriftführer wurde Mark Hübner im Amt bestätigt. Die Kasse prüfen werden Max Braun und Jakob Kehlringer. Neu im Vorstands-Team ist der leitende Arzt Dr. Gerhard Schlenk, der laut Wagner ein „100-prozentiger Navis-Mann“ sei: Binnen 30 Minuten immer einsatzklar, sei Schlenk bei allen Einsätzen in den vergangenen zwölf Jahren dabeigewesen. „Es ist ein großes Glück, dass wir ihn haben“, ist Wagner überzeugt.

Das Ziel von Navis ist die schnelle Hilfe bei Katastrophen im In- und Ausland. Diese Schnelligkeit wird durch die straffe Organisationsstruktur, kurze Entscheidungswege und durch das Vorhalten von lufttransportfähigen Ausrüstungsmodulen erreicht. Für die medizinische und technische Hilfe stehen dem Verein aktuell 301 aktive von insgesamt 413 Mitgliedern zur Verfügung. Erfreulich: 2017 durfte man neun neue Mitglieder begrüßen, heuer sind es bereits vier.

Im vergangenen Jahr musste Navis zu keinem Einsatz ausrücken. Doch an Arbeit mangelte es nicht: Übungen, Fortbildungen, Arbeiten im Lager und vieles mehr bildeten den Schwerpunkt des Vereinsjahres. Zentrale Veranstaltung war 2017 eine große Übung in Mauern, bei der im Oktober drei Tage lang ein Katastropheneinsatz durchgespielt wurde. Dort kamen erstmals die Pullover, Annoracks und Mützen des Vereins zum Einsatz. Bislang, so berichtete Wagner, habe man nur die Ausstattung für südliche Regionen benötigt. „Jetzt waren unsere Leute froh über die warmen Sachen.“

Apropos Dienstkleidung: Der Verein möchte für seine Mitglieder neue Diensthosen anschaffen, die atmungsaktiver und damit angenehmer zu tragen sind. „Wenn unsere Leute schon ehrenamtlich arbeiten, dann sollen sie eine vernünftige Ausstattung haben“, sagte der Vorsitzender im FT-Gespräch. Acht Hosen werde man demnächst zum Testen erhalten. Wenn alles passt, sollen 500 Stück bestellt werden.

Alles in allem bekamen die rund 60 Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren, eine durchwegs positive Bilanz zu hören. Vor allem eine Spende über 5000 Euro, die ein Stuttgarter Verein mit ähnlicher Zielsetzung nach seiner Auflösung an Navis gespendet hatte, freute die Mannschaft. Für die war Wagner voll des Lobes: Die Kameradschaft sei vorbildlich, Herzlichkeit und Fröhlichkeit seien allgegenwärtig. Für den nächsten Einsatz sei man somit bestens vorbereitet – sowohl materiell, als auch zwischenmenschlich.

10 Mitglieder geehrt

Der Verein nutzte die Versammlung schließlich noch, um zehn treue Mitglieder zu ehren. Seit zehn Jahren im Dienste von Navis sind Andreas Baumgartner, Anton Geltinger, Josef Grichtmair jun., Richard Heindl, Johannes Neumair, Peter Pongratz, Michael Probst, Martina Reichmann, Irene Schenk und Wolfgang Wagner.

Gut zu wissen

Weitere Infos zur Hilfsorganisation Navis gibt’s im Internet unter www.navisev.de.

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