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Die Telekom will die Stadt Moosburg mit schnellerem Internet versorgen.

Breitbandausbau

Netzausbau: Telekom verspricht Moosburgern schnellere Leitungen

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Moosburg - „Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig“ soll ab Ende 2017 im Vorwahlbereich 08761 möglich sein. Das verspricht jetzt die Telekom in einer Pressemitteilung.

Für manchen Telekom-Kunden dürfte die Mitteilung wie Hohn klingen: „Die Telekom baut ihr Netz im Vorwahlbereich 08761 aus und erhöht zugleich das Tempo“, hat der Konzern per Presseerklärung verbreiten lassen - an jenem Montag, an dem sich auch im Landkreis Freising massive Beschwerden über Ausfälle des Telekom-Netzes häufen. Die Nachricht vom Ausbau der Hochgeschwindigkeitsleitungen dürfte einige Kunden daher erst in den kommenden Tagen erreichen.

Für rund 5300 Haushalte in Moosburg will die Telekom bis Ende 2017 schnelles Internet bereithalten (wir haben berichtet). „Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind“, heißt es aus dem Konzern. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud werde künftig bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen soll demnach auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s steigen. Dazu will das Unternehmen rund 35 Kilometer Glasfaser verlegen und 38 Verteiler aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten. Laut eines im Februar 2016 vom Stadtrat beschlossenen Kooperationsvertrags soll schnelles Internet auch in Moosburgs Außenbereichen verfügbar gemacht werden.

Anita Meinelt: „Stadt bleibt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv“

"Die Ansprüche der Bürger an ihren Internetanschluss steigen ständig", sagte Bürgermeisterin Anita Meinelt dazu laut Presseerklärung. "Deshalb freuen wir uns, dass Moosburg jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert. So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv."

Auch der für die Region verantwortliche Telekom-Manager, Helmut Kiening, freut sich über das neue Angebot an seine Kunden: „Wir bringen Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen“, sagt er. „Dafür investieren wir allein in Deutschland jährlich bis zu vier Milliarden Euro in den Netzausbau.“

Telekom erklärt die neue Technik

In ihrer Mitteilung beantwortet die Telekom auch die Frage, wie das schnelle Netz ins Haus kommen soll: „Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut.“ Die „großen grauen Kästen am Straßenrand“ würden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG werde das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. 

„Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz“, erklärt das Unternehmen. Diese Technik beseitige elektromagnetische Störungen. „Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht.“ Es gelte die Faustformel: „Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.“

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