Gelungene Premiere: Die Pain Smokers aus Moosburg haben am Samstag in der BB Lounge ihren ersten Auftritt gemeistert - und das Publikum begeistert.
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Talentierte Nachwuchsmusiker

Neue Band: Pain Smokers begeistern bei Premiere hunderte Moosburger

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Aus der Bierlaune von Moosburger Spezln ist eine Band entstanden. Nach dem ersten Auftritt der Pain Smokers stellen sich jetzt zwei Fragen: Warum bloß musste es so lange dauern, bis diese sechs Musiker ihr Talent der Öffentlichkeit offenbarten? Und wann gibt es mehr zu hören?

Moosburg – Er drückt sich allein in der Dunkelheit herum, als hätte er mit dem ganzen Auflauf da drüben gar nichts zu tun. Dabei ist Michael Hafner einer der Verantwortlichen, dass an diesem späten Samstagabend über hundert Leute aus der Bar am Moosburger Gries auf die Straße strömen: verschwitzt, aufgekratzt und begeistert von dem, was sie gerade erlebt haben. Auch Hafner, 27, schwarzes Shirt und Mehr-Tage-Bart, wischt sich Schweißperlen von der Stirn. Seine Hände zittern leicht. Der Sänger der Band Pain Smokers muss das jetzt einen Moment sacken lassen. Die ganzen Leute, den Auftritt. Und ja, die Erfüllung seines großen Traums.

Es ist vielleicht ein Jahr her, da nahm alles seinen Lauf. Der Moosburger Christian Fischer, ein leidenschaftlicher Gitarrenspieler, richtete sich in seinem Haus ein Musikzimmer ein. Sein Kumpel Michael Winter stellte sein Schlagzeug rein, dann kam ihr Freund Andreas Hartl vorbei, um auf der Bassgitarre zu spielen. Schließlich gesellte sich noch Peter Schweisguth mit seiner Gitarre dazu, und Mauro Dominguez, ein Argentinier und musikalisches Multitalent.

Anfänge als Straßenmusiker in Australien

Mit Michael Hafner kam die Clique irgendwann bei einem Bier ins Gespräch: „Hey Miche, du kannst doch singen, oder?“, wurde er gefragt. Hafner träumte da schon sein halbes Leben davon, vor vielen Leuten zu singen. Während eines Australien-Aufenthalts hatte er sich mal als Straßenmusiker probiert und auch später immer wieder an Songs und Lyrics getüftelt. Aber nun endlich bot sich eine Chance für mehr.

Bei den gemeinsamen Proben, oft mehrmals pro Woche, herrschte sofort Harmonie. „Covern kann jeder“, lautete Hafners Devise, also schrieb er in kürzester Zeit eigene Songs, deren Instrumentalparts dann von der Band entwickelt wurden. Herausgekommen ist eine Art Indie-Blues, genauer können sie es selbst nicht beschreiben. In den Titeln mit Namen wie „Orange Tree“, „River“ oder „Sticks and Stones“ hat Hafner eigene Erlebnisse und Emotionen verarbeitet. Etwa diese eine aufregende Liebe, die damals in Australien mit seinen Gefühlen gespielt hat.

Fast 250 Leute drängen in die kleine Bar - es sind nicht nur Freunde und Familie

Die Gelegenheit zum ersten Auftritt verschafften den Pain Smokers – so nennt sich die Band – schließlich Mitglieder der befreundeten Gruppe Jetlights. Die planten einen Abend mit Livemusik in der BB Lounge am Moosburger Gries.

Als sich am Samstagabend um halb neun deren Tür öffnet, drängen fast 250 Leute in die kleine Bar. Die meisten stammen freilich aus dem Umfeld der Pain Smokers: Freunde, Geschwister, Eltern, sogar Großeltern, die sich diese Premiere nicht entgehen lassen wollen und teilweise eigens aus München oder Regensburg angereist sind. Aber auch bei anderen Moosburgern hat sich herumgesprochen, dass an diesem Abend etwas Neues und Vielversprechendes zu hören sein wird.

„Zugabe“ schreien die Leute, da haben die Pain Smokers noch gar nicht alle Lieder gespielt

Die Nervosität ist gewaltig, als die sechs Freunde die Bühne betreten. Und es braucht einen Song lang, bis sie sich legt. Doch dann wirkt die Band wie befreit – und brennt ein Hör-Feuerwerk nach dem anderen ab. Das Publikum reagiert immer wieder mit Szenenapplaus und lautem Gejohle. Vor allem dann, wenn die Musiker mit Soli zeigen, dass sie auch ganz allein Handfestes zu bieten haben. Oder beispielsweise, als Keyboarder Mauro Dominguez plötzlich eine Trompete in Händen hält und seine Einlage wie ein Sahnehäubchen auf den Groove der Kollegen setzt.

Front-Mann Michael Hafner hat ebenfalls jegliche Zurückhaltung abgelegt, als er mit geschlossenen Augen das Mikro umklammert, um im nächsten Moment in Richtung Zuhörer zu tänzeln. Weit kommt er aber nicht, so dicht drängen sich die Zuhörer um die Bühne. Aus Angst, dass es bald vorbei sein könnte, fordern die Leute schon nach dem fünften Song laut „Zugabe!“, da haben die Pain Smokers aber noch gar nicht alle Lieder gespielt.

Der Sänger sagt: „Wir haben Blut geleckt“

Als es dann doch vorbei ist und der lange Applaus irgendwann abklingt, ist klar: Jetzt brauchten alle erst einmal frische Luft. Die einen, um neue Kraft für die Jetlights und die darauffolgenden Electro-Beats von Jõka zu sammeln. Und die anderen, um den grandiosen Erfolg zu verarbeiten.

„Wir haben Blut geleckt“, sagt Hafner grinsend, als er das Geschehene nach einer Weile realisiert. „Jetzt brauchen wir noch mehr Songs, damit wir was aufnehmen können und noch mehr Auftritte gehen.“ Hafner wirkt wie elektrisiert, als er sagt: „Das war ja mal richtig geil!“

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