Kinderbetreuung

Neue Großtagespflege in Moosburg geplant: Stadträte stimmen Nutzungsänderung zu

Verstärkung für Moosburgs Kindertagespflege: Der Stadtrat hat jetzt einer Nutzungsänderung für eine Großtagespflege in der Neustadt zugestimmt.

Eine Großtagespflege für Kinder ist in der Moosburger Neustadt geplant. (Symbolbild)

Moosburg – Ein weiterer Betreuungsraum für eine Moosburger Kindertagespflege soll in der Neustadt entstehen. Der Nutzungsänderung einer Wohnung in einem Reihenmittelhaus an der Rhenobotstraße zu einer Großtagespflege stimmte der Bauausschuss am Montag mit neun zu drei Stimmen zu.

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Moosburg ist groß. Seit dem 1. August 2013 müssen Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres erfüllen. Neue Plätze über Großtagesplätze zu schaffen, sei ein wichtiger Beitrag der Stadt, meinte Gerhard Beubl (SPD). Familiennahe Betreuungsplätze seien vom Gesetzgeber auch im privaten Bereich zulässig. Weil auf dem Grundstück keine Stellplätze nachgewiesen werden können, wurde das Vorhaben allerdings nicht von allen Räten gutgeheißen. „Vom verkehrlichen Gesichtspunkt her ist das ein großes Problem“, warnte Ludwig Kieninger (FW). Verena Kuch (Grüne) hatte zuvor darauf hingewiesen, dass in der Gruppe lediglich zehn Kleinkinder betreut würden, die in erster Linie zu Fuß oder mit dem Rad gebracht werden würden. „Da glaube ich, dass das ein Märchen ist“, meinte Kieninger süffisant.

Kritik von CSU-Rätin und Anwohnern

Karin Linz (CSU) war der Meinung, dass die Kindergruppe „da nicht reinpasst“. Der Garten sei nicht kindgerecht, eine vom Garten aus erreichbare Kellertreppe ein Gefahrenpunkt für die Kleinen. Dass es auf dem Grundstück nur ein Geh- und Fahrtrecht gebe, monierte ein Anwohner aus den Besucherreihen. „Parken darf man dort eigentlich nicht.“ Die Rhenobotstraße, von der aus die Kindertagespflege angefahren werde, sei am Morgen und Mittag als Schulweg in Richtung Gymnasium stark frequentiert. „Sogar die Müllabfuhr kommt da manchmal schwer durch“, so der Anlieger.

Trotz der vorgebrachten Bedenken stimmten die Räte mit 9:3 für die Nutzungsänderung. Ob Stellplätze bei beantragter Nutzung erforderlich seien, werde das zuständige Sachgebiet im Landratsamt entscheiden, meinte Bauamtsleiter Herbert Held.

Maria Martin

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