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Gastronom mit Leib und Seele: Lukas Kammermeier (vorne) hat das Lokal an der Thalbacher Straße übernommen. Gemeinsam mit Koch Florian Otto freut er sich auf die Neueröffnung am kommenden Samstag.

Suche erfolgreich

Neuer Pächter in Traditionswirtschaft: Beim Drei Tannen gibt‘s wieder Schweinsbraten

Die Pächter-Suche war erfolgreich: Am Samstag eröffnet das frisch umgebaute Moosburger Gasthaus Drei Tannen unter neuer Führung. Hier stellt sich der Wirt vor.

Moosburg – Wenn am kommenden Samstag der Moosburger Gasthof Drei Tannen nach genau einem Jahr ausschankloser Zeit wieder seine Pforten öffnet, dann wird sicherlich auch Wirtshauslegende Zenta Freudenstein ihre Freude haben. Denn mit dem neuen Wirt, Lukas Kammermeier, wird das alteingesessene Gasthaus an der Thalbacher Straße in ihrem Sinne weitergeführt.

„Wir möchten unseren Gästen gute bayerische Küche mit saftigem Schweinsbraten, Zwiebelrostbraten oder auch mit ganz klassischer Milzwurst anbieten“, sagt der 26-jährige Moosburger. Mittags und abends werde es eine eigene Karte geben, über das Jahr verteilt sollen neben der saisonalen Küche auch Spezialitäten-Wochen angeboten und deftige Brotzeiten für den Biergarten kreiert werden.

Engagierte Familie stärkt dem jungen Wirt den Rücken

Für die Karriere in der Gastronomie habe er sich ganz bewusst entschieden, erzählt Lukas Kammermeier. Um das Studium der Gartenbauwissenschaften zu finanzieren, habe er begonnen, in der Gastronomie zu arbeiten – und seine Leidenschaft für eben diese entdeckt. Das sei ein regelrechtes Aha-Erlebnis gewesen. „Ich habe gemerkt, dass genau das mir Spaß macht: der direkte Kontakt zum Gast.“

Gemeinsam mit Koch Florian Otto und einer engagierten Familie im Rücken – „meine Mutter hat langjährige gastronomische Erfahrung“ – will der Moosburger jetzt voll durchstarten. „Die Fußstapfen von Zenta Freudenstein sind natürlich groß“, sagt Kammermeier und lacht. „Die werden wir wahrscheinlich nicht ausfüllen können.“ Doch werde man sich im neuen Drei Tannen auch gerne den Vereinen annehmen. „Wir haben noch nicht miteinander gesprochen“, sagt der 26-Jährige auf die Frage, ob es in den Räumlichkeiten wieder eine Prinzenhofburg der Narrhalla Moosburg geben werde. „Wir sind offen dafür.“

Biergarten-Auftakt und Fremdenzimmer mit mehr Hotel-Charakter

Die zwölf Fremdenzimmer über der Wirtsstube wurden ebenfalls komplett saniert und neu gestaltet. Kammermeier: „Das hat schon nicht mehr Pensions-, sondern eher Hotel-Charakter.“ Die Etagenbäder seien verschwunden, stattdessen verfüge nun jedes Zimmer über ein eigenes Bad mit Dusche und WC, zum Teil sogar mit Badewanne. „Dazu erwartet die Gäste eine Vollholzausstattung und bequeme Boxspringbetten.“ Die Fertigstellung der Fremdenzimmer sei in zwei bis drei Monaten geplant, sagt der Wirt.

Dankbar ist der Jung-Gastronom vor allem Bürgermeisterin Anita Meinelt. Denn diese habe, nachdem er sein Interesse an der Übernahme signalisiert habe, den Kontakt zur Hohenthanner Schlossbrauerei, dem Verpächter, hergestellt. „Perfekt, dass wir gleich in die Biergartensaison starten dürfen“, freut sich der Wirt. Seit Tagen jedenfalls beobachte er schon neugierige Zeitgenossen, die den Baufortschritt genau unter die Lupe nähmen. „Manche können es wohl schon gar nicht mehr erwarten, dass es hier losgeht.“

Maria Martin

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