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„Ein Klima des Respekts“ will Michael Stanglmaier in Moosburg etablieren – als neuer Bürgermeister.

Hoffnungsträger nominiert

Offiziell: Stanglmaier kandidiert als Grüner Moosburger Bürgermeister

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100 Prozent Zustimmung: Die gab es jetzt für Michael Stanglmaier von den Moosburger Grünen bei der Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten.

Moosburg – Er will „eine Mitmachkultur etablieren“. Denn: „Moosburg braucht neue Impulse. Weg vom alten Trott!“ Das sagt Michael Stanglmaier (56), den der Grünen-Ortsverband am Dienstag einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl nominiert hat. Mit ihm als Rathauschef soll „ein Klima der Wertschätzung und des Respekts“ Einzug in der Dreirosenstadt halten, formulierte Stanglmaier eines seiner Ziele.

Die Grünen-Mitglieder, die zur Kür des Bürgermeisterkandidaten in den Gasthof Drei Tannen gekommen waren, wurden von Ortssprecherin Verena Kuch und MdL Johannes Becher auf Stanglmaier eingeschworen. Mit ihm als „Zugpferd“ für ein „ökologisches und soziales Moosburg“ werde man wie schon mit Johannes Becher als Landtagskandidat beweisen, dass Grüne in Moosburg bei den Erststimmen gewinnen können, sagte Kuch. „Kompetenz, Mut, Hartnäckigkeit und die Eigenschaft, anderen Menschen Vertrauen entgegenzubringen“, das seien die Stärken Stanglmaiers, die er in den vergangenen zwölf Jahren an dem 56-Jährigen kennen und schätzen gelernt habe, sagte Becher.

Der Wissenschaftler „mit Herzblut“ liebt Fakten

Stanglmaier selbst, seit 1986 Grünen-Mitglied, Stadtrat und Kreisrat, Umwelt- und Energiereferent der Stadt und seit 2014 Dritter Bürgermeister, versicherte, er bringe das nötige „Herzblut“ mit, um sich für eine gute und nachhaltige Entwicklung Moosburgs einzusetzen. 

Als Wissenschaftler, der bei verschiedenen Nicht-Regierungs-Organisationen gearbeitet habe und arbeite, „liebe ich Fakten und gute Argumente“, charakterisierte sich Stanglmaier selbst. Menschen zu ermöglichen, ihre Anliegen selbst zu formulieren und einzubringen, liege ihm ebenso am Herzen wie das Ehrenamt, betonte der Mann, der auch Vize-Landesvorsitzender des ADFC ist.

Seine Ziele: Mehr bezahlbares Wohnen - und ein City-Center

Thematisch setzt Stanglmaier in Sachen Stadtentwicklung darauf, dass man in Moosburg nicht nur wohnen, sondern auch leben will – in einer Stadt mit Wohngebieten, mit viel Grün und Bäumen. Und auch bezahlbares Wohnen stehe bei ihm ganz oben auf der Agenda: Mitarbeiterwohnungen zu erschwinglichen Preisen bauen, als Stadt weiter und stärker in sozialen Wohnungsbau investieren, seniorengerechtes Bauen fördern und eine soziale Bodenpolitik verfolgen – das waren die Schlagworte, die er aufzählte. 

Drittes wichtiges Thema ist für Stanglmaier die Aufwertung der Innenstadt zu einem Ort der Begegnung und des Lebens, zu einem Ort, in dem man schlendern und verweilen will. Und: Auf dem Areal der alten Polizei würde er gerne ein „City-Center“ realisieren.

25 von 25 Stimmen für den Kandidaten

Verkehrsvermeidung und -beruhigung ist ein weiterer Bereich, bei dem Stanglmaier anschieben will: Man brauche im Ort eine andere Verkehrspolitik mit attraktiven Alternativen zum Pkw. Und selbstverständlich gelte es, „vehement gegen die unsinnige 3. Startbahn“ vorzugehen. Letzter Punkt, den Stanglmaier in seiner Bewerbungsrede formulierte: Klima- und Energiepolitik. Man habe in Moosburg für die Energiewende schon viel erreicht, müsse aber „die Geschwindigkeit noch erhöhen“.

Das alles überzeugte die Grünen-Mitglieder. 25 Ja-Stimmen und Standing Ovations waren der Lohn für Stanglmaier, den Hoffnungsträger der Moosburger Grünen für den März 2020.

Lesen Sie auch: Moosburgs Eishalle wird zum Länderspiel-Schauplatz. Wer wann spielt, lesen Sie hier. Außerdem: Am Moosburger Viehmarktplatz findet immer mehr statt. Um Anwohner vor Lärm zu schützen und dennoch Raum für Feste zu erhalten, gibt es nun eine Event-Obergrenze.

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