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Skeptische Blicke: So recht anfreunden können sich einige Moosburger nicht mit den städtebaulichen Plänen für den „Plan“.

Debatte um Stellflächen-Wegfall

Parkplätze am Moosburger „Plan“: Meinelt tüftelt an neuer Alternative

Steht in der Parkplatz-Debatte bei der Moosburger „Plan“-Umgestaltung eine neue Wendung bevor? Derartige Andeutungen machte nun jedenfalls die Bürgermeisterin.

Moosburg – Die Parkplätze, sie bleiben Dreh- und Angelpunkt bei der zähen Diskussion um die Neugestaltung des Moosburger „Plans“. Die Kritik, dass die Innenstadt mangels zentraler Abstellflächen für Autos womöglich aussterbe, sie schlug den Verantwortlichen auch am Donnerstag beim Info-Abend in der Schäfflerhalle entgegen. Wenngleich Bürgermeisterin Anita Meinelt ein Ass zu dem Thema aus dem Ärmel zog.

„Kurz vor Abschluss von Grundstücksverhandlungen“

„Wir sind dran, Ersatzparkplätze in zentraler Lage zu schaffen. Mehr als die, die wegfallen“, teilte Meinelt im Zuge einer Anfrage mit, die auf die deutliche Reduzierung der Stellflächen abzielte. Man stehe kurz vor dem Abschluss der Grundstücksverhandlung, erklärte die Rathauschefin. Sie habe von dem Eigentümer nur noch „keine Freigabe“ erhalten, betonte sie.

Meinelt räumte im Beisein von Fachleuten aus dem Rathaus und von Stadtplanern allerdings ein, dass man bei der angestrebten Lösung „zwei bis drei Minuten“ Fußweg in Kauf nehmen müsse. Dafür könne man dann Auf dem Plan Bummeln und Kaffeetrinken gehen.

1,5 bis 2 Millionen Euro - mit Wunsch nach Kostendeckel

Auch die Kosten waren Thema bei der Fragerunde, die Christoph Hübner, Geschäftsstellenleiter von Moosburg Marketing, moderierte. Spekulationen aus dem Publikum hielt Meinelt eine Prognose von 1,5 bis zwei Millionen Euro entgegen. Eine Größenordnung, die sich SPD-Stadtrat Martin Pschorr ausdrücklich bestätigen ließ. Die Rathauschefin gab zu verstehen, dass man die Kosten am liebsten „gedeckelt“ haben möchte.

In Erklärungsnot: Bürgermeisterin Anita Meinelt beschwor einmal mehr die Vision von einem „Plan“, auf dem lebendiges Treiben herrscht.


Pschorr gilt als Skeptiker der „Plan“-Pläne. Er ist Initiator eines Bürgerbegehrens, das auf die Schaffung entsprechender Ersatzparkplätze pocht. Ziel ist ein Bürgerentscheid. Aktuell fehlen dazu etwa noch 600 von 1250 Unterschriften. Pschorr ist zuversichtlich, diese Marke noch bis Ende Oktober zu erreichen, wie er auf Anfrage erklärte.

Forderung aus dem Publikum: „Mehr Mitspracherecht für Bürger“

Mehr Mitspracherecht für die Bürger – diese Forderung kam auch aus den Reihen der gut 50 Teilnehmer an der Info-Veranstaltung. Die mehrfach geäußerte Zusage, dass die dargestellten Pläne nicht in Stein gemeißelt und im Detail noch verhandelbar seien, zog man in Zweifel. „Die Bürgerbeteiligung läuft“, hatte Hübner versichert. Dem üblichen Verfahren, Einwendungen machen zu können, hielt einer der Teilnehmer entgegen, dass das „kein Bürgerentscheid“ sei. Man wisse eben nicht, wie viele Moosburger wirklich wollten, was geplant sei, lautete seine Argumentation.

Die Parkplatzproblematik mit einer Tiefgarage zu lösen, kommt laut Martin Pietsch vom Landesamt für Bodendenkmalpflege nicht in Frage. „Zu viele Funde, da ist einiges zu erwarten“, gab er zu bedenken. Das Hauptargument seien die Kosten. 500 Kubikmeter wie am „Plan“ entsprechend zu prüfen, koste bestimmt 300.000 Euro.

Alexander Fischer

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