Autos in der Moosburger Altstadt
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Mit technischen Mitteln könnte die Suche nach Parkplätzen in Moosburg verkürzt werden, so der Vorstoß von zwei jungen Stadträten. Doch ganz so einfach ist es wohl nicht.

Rathaus sieht Probleme

Per Sensoren: Moosburger Stadträte wollen lästige Parkplatz-Suche stoppen - Idee stößt auf Widerstand

Um langwieriges Parkplatz-Suchen in Moosburg zu beenden, könnten technische Helferlein zum Einsatz kommen. Doch diese Idee stieß im Stadtrat nun auf Kritik.

Moosburg – Technische Voraussetzungen, um Autofahrern noch freie Parkplätze in der Innenstadt transparent anzuzeigen, das wünschen sich die beiden Moosburger Stadträte Philipp Fincke (FDP) und Stefan John (Die Linke). Ihr Antrag, Magnetsensoren an den Parkplätzen Viehmarktplatz, Leinbergerstraße, Plan und Alte Polizei anzubringen, scheiterte jedoch:

Mit 18 Gegenstimmen lehnte das Gremium den Antrag in der Sitzung am Montag in der vorgebrachten Form ab. Trotzdem wird das Thema jetzt von der Verwaltung aufgenommen.

Durchschnittlich zehn Minuten dauere die Suche nach einem Parkplatz. 4,5 Kilometer würden dabei durchschnittlich zurückgelegt, zitierte Digitalisierungsreferent Philipp Fincke aus einer Umfrage des europäischen Parkraumbewirtschafters APCOA aus dem Jahr 2013. Fincke und sein Kollege Stefan John hatten in ihrem Antrag die Verwaltung darum gebeten, auszuarbeiten, welche Kosten die Installation und der Unterhalt der Sensoren verursachen würden. Am Beispiel Leinbergerparkplatz ergäben sich demnach Kosten von rund 50.000 Euro.

Anzeigetafel als Alternative angeregt

Doch nicht nur der Preis war es, der die Stadträte zu einer Diskussion anregte. „Grundsätzlich eine gute Idee“, meinte Bürgermeister Josef Dollinger. Allerdings würde er eine Anzeigetafel sinnvoller finden, die bereits an den Eingängen zur Altstadt über die verfügbaren Parkflächen informiere. Und: Auf nicht befestigten Flächen wie etwa dem Viehmarktplatz sei die Installation von Magnetsensoren technisch nicht umsetzbar. Auf die Gefahr, dass die Sensoren durch Staub „verdrecken“ und damit nicht mehr richtig anzeigen könnten, verwies Bauamtsleiter Herbert Held. Dass ein Parkleitsystem mehr Sinn machen würde, warf schließlich Rudolf Heinz (CSU) ein. Hilfreich sei seiner Meinung nach auch die Stellungnahme eines Verkehrsplaners.

Schranken ins Gespräch gebracht

Ob man denn den Antrag nicht dahingehend ändern könne, dass statt Magnetsensoren Schranken installiert würden, wollte Reinhard Lauterbach (FW) wissen. „Ihr macht’s doch die Stadt nur tot“, meinte Ludwig Kieninger (FW). Die Tendenz, die Autos aus der Innenstadt zu verbannen, sei falsch. Die Mehrheit der Räte sprach sich jedoch dafür aus, an dem Thema Parkleitsystem weiter zu arbeiten. Die Beschlussvorlage wurde dahingehend erweitert, die Verwaltung zu beauftragen, den Kostenumfang und die Umsetzbarkeit von Parkleitsystemen auszuarbeiten und zeitgleich zu prüfen, ob dies auch App-gestützt umsetzbar sei.
Maria Martin

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