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Gewerbefläche statt Acker? In Pfrombach gibt es erbitterten Streit um eine Firmenerweiterung.

Deutliche Kritik an der Stadt

Anwohner wollen neue Gewerbeflächen verhindern: Stoppt ein Bürgerbegehren die ELA-Pläne?

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Anwohner aus Pfrombach und Aich wollen mit aller Kraft neue Gewerbeflächen der Firma ELA Container verhindern - und bereiten sich nun auf ein Bürgerbegehren vor.

Moosburg – Seit geraumer Zeit protestieren Anwohner aus Pfrombach und Aich gegen den geplanten Ausbau des Firmengeländes der Containerfirma ELA. Und nun machen die Bürger ernst: Sebastian Greil und Felix Rust stellten am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des BUND Moosburg ein Bürgerbegehren vor. Erklärtes Ziel ist es, notfalls über einen Bürgerentscheid die Unternehmensvergrößerung verhindern zu können.

„Wir wollen keinen Containerhafen“, sagte Sebastian Greil, der bei den Verantwortlichen von ELA kein wirkliches Entgegenkommen zu Anwohnern von Pfrombach und Aich sieht. Es gebe keine Alternativen zur Planung seitens der Firma und die Initiatoren würden im Stadtrat auch keine Bereitschaft erkennen, vom Recht der Planungshoheit Gebrauch zu machen. Kurz: Es sei keinerlei Bewegung in Sicht.

Erfolg des Bürgerbegehrens hängt von Beteiligung aus Moosburg ab

Die Bürgerinitiative (BI) „Ackerland in Bauernhand – keine Flächenversiegelung durch neue Gewerbeflächen“ stellte im Moosburger Huberwirt schon einmal die Liste für die Unterschriften vor. Die Frage für das Bürgerbegehren war da auch schon formuliert: „Sind Sie dafür, dass sämtliche kommunale Planungen gestoppt werden, die der Ausweisung des Gewerbegebiets ‚Containerbau ELA‘ in Pfrombach dienen?“

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren brauchen die Initiatoren rund 1300 Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnern der Stadt Moosburg. Greil betont, dass man bereits einen Testballon in Pfrombach und Aich gestartet habe – mit dem Ergebnis, dass dort wohl fast alle Wahlberechtigten unterschreiben. Allerdings dürfte das nur etwas mehr als die halbe Miete sein. „Es wird jetzt unsere Herausforderung, das Anliegen den Moosburgern nahe zu bringen“, sagte Sebastian Greil.

Flächenversiegelung in Pfrombach kritisiert - Kampf um 45.000 Quadratmeter Acker 

Die Bürgerinitiative argumentiert damit, dass das Vorhaben mit einer Verdreifachung der Bestandsflächen unverhältnismäßig sei und rund 45.000 Quadratmeter von hochwertig landwirtschaftlich genutzten Flächen wegfallen würden. Die Lagerfläche bringe neben den Belastungen für die direkte Nachbarschaft auch erhebliche Verkehrsbelastungen im gesamten Moosburger Stadtgebiet, wo es heute schon viele Probleme gebe. 

Die Bürgerinitiative lässt auch das Argument des Stadtrats nicht gelten, dass neue Arbeitsplätze geschaffen würden. In einem Papier wies die BI darauf hin, dass ELA in Pfrombach nicht ausbilde und so für den lokalen Arbeitsmarkt nicht die große Bereicherung sei. Vielmehr drohe die Gefahr, dass ortsansässigen Firmen Mitarbeiter abgeworben würden.

Die Initiative zeigte sich überdies schwer enttäuscht von Ortschefin Anita Meinelt bezüglich deren Reaktion in der Bürgerfragestunde des Stadtrats: „Fragen waren seitens der Bürgermeisterin höchst unerwünscht.“

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