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Eine Mappe voller Willensbekundungen hat Bürgermeisterin Anita Meinelt am Freitag von Anton Neumaier, Martin Pschorr und Rudolf Haberkorn (v. l.) überreicht bekommen.

Unterschriftenliste übergeben

„Plan“-Bürgerbegehren: 1341 mal Ersatzparkplätze gefordert

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1341 Unterschriften wurden jetzt an Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt übergeben. Sie alle haben konkrete Forderungen für die Umgestaltung des „Plans“.

Moosburg – Ein blauer Ordner in einer Stofftragetasche. Das war es, was Martin Pschorr gestern mit ins Moosburger Rathaus brachte. Der Inhalt war brisant: 1341 Unterschriften aus dem Bürgerbegehren zur Umgestaltung des „Plans“, 1341 Willensbekundungen, dass der Platz erst dann umgebaut werden soll, wenn an anderer Stelle die wegfallenden Parkplätze geschaffen seien. Wenn 1225 Unterschriften rechtens und richtig sind, gibt es einen Bürgerentscheid.

Einen Vorgeschmack darauf, wie möglicherweise bis zu einem Bürgerentscheid – wohl im ersten Quartal 2018 – gestritten und argumentiert wird, gab es schon gestern im Rathaus bei der Unterschriftenübergabe. SPD-Stadtrat Pschorr formulierte nochmals den Anlass dafür, dieses Bürgerbegehren angestrengt zu haben: Dass es nach derzeitiger Beschlusslage nach der Umgestaltung nur noch ganz wenige Parkplätze auf dem „Plan“ geben solle, sei eine Entscheidung „zum Schaden der Innenstadt“. Denn Parken im Zentrum, das sei ein Wettbewerbsvorteil Moosburgs im Vergleich zu kon-kurierenden Städten in der Umgebung, betonte auch Mitinitiator Anton Neumaier.

Was ist dringender: Planumbau oder Hallenbad?

Dass „uns das Bürgerbegehren als einziger Weg blieb“, wie es Pschorr formulierte, habe auch noch andere Gründe gehabt: Moosburg müsse derzeit sicherlich andere Aufgaben stemmen als die teure Umgestaltung des „Plans“ ohne drängende Not. Schulmensa oder auch Hallenbadbau nannte Pschorr.

Vor allem aber werde die Fläche jetzt doch multifunktional genutzt – ob als Kulturstätte mit Tribünen, ob als Markt oder als Parkplatz. Freilich: Schön sei er nicht, aber das könne man doch mit kleineren, nicht sehr teuren Maßnahmen beheben, so die Überzeugung der Initiatoren des Bürgerbegehrens. Vor allem aber wollen sie zum einen geprüft wissen, ob nicht doch eine Tiefgarage unter dem „Plan“ möglich und finanzierbar wäre. Und zum anderen, ob als Ersatz für die Stellflächen-Verluste ein Parkdeck auf dem früheren Standort der Polizei errichtet werden kann.

„Für eine Tiefgarage ist der Zug abgefahren“

Bürgermeisterin Anita Meinelt sagte, „für eine Tiefgarage ist der Zug abgefahren“. Und: „Die Zufahrt zur Tiefgarage über den „Plan“, damit der autofrei wird? Was reden die Leute?“ Meinelt betonte zudem, dass der Platz auch nach seiner Umgestaltung multifunktional nutzbar wäre und dass das Prinzip der sternförmig um die Innenstadt herum angelegten Parkplätze auch anderswo funktioniere. Ein „Umdenken“ sei halt notwendig. Was das derzeitige Aussehen des „Plans“ betraf, war auch Meinelt der Meinung: „Schee is’ was ander’s.“

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