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Das Hallenbad in Moosburg wird ersetzt. Für 7,4 Millionen Euro will die Stadt einen Ersatzbau am Freibad errichten.

Stadtrat Moosburg beschließt neues Hallenbad

Plantschen im Obergeschoss

Die Stadt Moosburg bekommt ein neues Hallenbad. Auf dem Areal des Freibads soll das rund 7,4 Millionen-Euro teure Projekt schnellstmöglich realisiert werden.

MoosburgEndlich steht fest, wie es mit dem Moosburger Hallenbad weiter geht. In der Sitzung am Montag entschieden sich die Räte für einen Neubau, in dem die Schwimmhalle im Obergeschoss des rund zehn Meter hohen Gebäudekomplexes im Norden des bestehenden Freibads untergebracht werden soll. Mit geschätzten Gesamtkosten von 7,4 Millionen Euro netto sei dies die zweckmäßigste und die günstigste Variante – so die vorherrschende Meinung. Ohne Zustimmung der Grünen-Fraktion entschieden sich die Räte mit 18:3 Stimmen für diese Planung.

Seit es in der Sitzung im Juli fix gemacht worden war, rumort es im Moosburger Stadtrat. Auf Antrag von Georg Hadersdorfer hatte man damals eine Grundsatzentscheidung getroffen, die Planungen unabhängig von den Haushaltsberatungen voranzutreiben. Zum Unwillen der Grünen-Fraktion, die am Montag noch einmal die ungeklärte Finanzierung und die in ihren Augen fehlenden Synergieeffekte am jetzigen Standort in den Ring warfen. Auch Stadtrat Jörg Kästl (ÖDP) hatte zu Beginn der Sitzung den Antrag gestellt, den Beschluss für eine der Ausführungsvarianten, zu verschieben. Und zwar so lange, bis alle relevanten Daten aus der Haushaltslage zur Verfügung stünden und die Entscheidung nicht aus der hohlen Hand getroffen werde müsse.

Wer sparen will,muss schnell sein

Dem widersprach Rudi Heinz. Eine langwierige Entscheidungsphase würde das Projekt teurer machen. Den Anstieg der Baukosten benannte Heinz derzeit mit rund zehn Prozent pro Halbjahr. „Je länger man wartet, desto teurer wird es.“ Ganz abgesehen davon, dass die Halle für den Schulsport, das öffentliche- und das Vereinsschwimmen einfach nicht mehr länger aufzuschieben sei. „Die Leute löchern uns, wann denn endlich mit dem Bau begonnen wird. Mit 15:6 Stimmen wurde Kästls Antrag abgelehnt.

Die zur Ausführung kommende Planung sieht vor, den Badebetrieb im Erd- und Obergeschoss einzurichten. Für diese Lösung sei es nicht nötig, „in die Tiefe zu gehen“, wie der beauftragte Architekt Rainer Eckert ausführte. Müsste man nämlich einen Halbkeller mit Gründungssohle bauen, so wäre wegen der Grundwassersituation eine Auftriebssicherung nötig, die mit rund 65 000 Euro zu Buche schlagen würde. Auch die beiden Schwimmmeister hatten sich in einer Stellungnahme für die Ausführungsvariante mit Erd- und Obergeschoss stark gemacht. Dann könne man auf Einbruchsschächte und eventuelle Hebehilfen verzichten. Die Schwimmbadchemie könne ebenerdig angeliefert werden. Das Abladen und der Transport könne dann mit dem Stapler erfolgen, sodass man kostengünstigere Gebinde in größeren Behältnissen einkaufen könne.

Knackpunkt der beschlossenen Planung war für einige Räte, die Massivität des Baukörpers, der direkt an die Grünlinie am Kanal anschließen wird. Warum man denn das Hallenbad nicht etwa südlich des bestehenden Freibads hinstellen könne, hätten ihn viele Bürger gefragt, warf Martin Pschorr ein. Auch hierzu gab Eckert eine Erklärung. Der Standort im Norden garantiere kurze Wege vom Parkplatz zum Eingangsbereich. Das sei vor allem in der dunklen Jahreszeit von Vorteil. Er finde den Standort „städtebaulich eine Katastrophe“, meinte Alfred Wagner. Man solle doch nicht nochmals so einen Klotz wie das Eisstadion hinstellen. Da widersprach Rudi Heinz. Beim Neubau des Hallenbads seien viele Glasfassaden vorgesehen, die die „Massivität“ raus nehmen würden. Mit drei Gegenstimmen der Grünen-Stadträte gab der Stadtrat den Startschuss für die Ausführungsvariante aus Erd- und Obergeschoss mit Becken im Obergeschoss.

Maria Martin

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